Handball / Fotostrecke
Gala-Vorstellung: HSG Breckenheim Wallau/Massenheim überrollt Obernburg
Die HSG Breckenheim Wallau/Massenheim feierte am Sonntagabend einen hochverdienten 33:24 Heimtriumph gegen die TuSpo Obernburg. Vor heimischer Kulisse in der Hans-Jürgen-Portmann-Halle überzeugte die Sieben von Trainer Tobias Schimmelbauer mit mannschaftlicher Geschlossenheit, feinstem Tempo-Handball samt Kempa-Highlights und einer bärenstarken 5:1-Deckung. Hinten erwies sich Schlussmann Dennis Quandt als unüberwindbare Mauer.
Fotos: Daniel Becker
Die Hans-Jürgen-Portmann-Halle bleibt eine Festung: Nach der knappen Niederlage zum Saisonauftakt gegen Offenbach-Bürgel und dem darauffolgenden Auswärtssieg in Hüttenberg hat das Regionalliga-Team der HSG Breckenheim Wallau/Massenheim am Sonntagabend, 27. September, auch vor eigenem Publikum ein deutliches Signal an die Konkurrenz gesendet. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung bezwang das Ländches-Team die ambitionierte TuSpo Obernburg klar mit 33:24 (17:12).
Die Marschroute von Chefcoach Tobias Schimmelbauer griff von der ersten Sekunde an: Die Hausherren waren hellwach. Gerade einmal 42 Sekunden waren von der Hallenuhr abgelaufen, als Jannik Göttert das 1:0 markierte. Nach gut sechs Minuten führten die Gastgeber bereits mit 5:2. Zwar hielt Obernburg mit extrem viel Druck und hohem Tempo dagegen, doch die HSG-Defensive zwang die Gäste durch vorbildlichen Rückzug immer wieder ins gebundene Positionsspiel.
Bollwerk steht – Quandt vernagelt das Gehäuse
Grundstein des Erfolgs war die überaus disziplinierte 5:1-Deckungsvariante der Breckenheimer. Und wenn die Unterfranken doch einmal eine Lücke fanden, stand da noch Dennis Quandt: Der HSG-Schlussmann erwischte einen absoluten Sahnetag und brachte die Obernburger Werfer mit einer Vielzahl spektakulärer Paraden regelrecht zur Verzweiflung.
Beim Stand von 11:9 war die TuSpo noch in Schlagdistanz, ehe die Hausherren die Zügel anzogen: Ein 4:0-Lauf, vollendet durch Simon Vormbrock zum 15:9, sorgte für klare Verhältnisse. Mit einem beruhigenden Fünf-Tore-Vorsprung (17:12) ging es in die Kabinen.
„Wir haben gegen einen richtig guten Gegner gespielt, der vor allem vor der Pause ein enormes Tempo gegangen ist. Wir wussten, dass wir extrem viel Aufwand beim Rückzug betreiben müssen. Mit unserer 5:1-Abwehr standen wir sehr kompakt – und was aufs Tor kam, hat Dennis Quandt herausragend entschärft“, lobte Schimmelbauer nach der Partie.
Kurzes Wackeln nach der Pause – Schimmelbauer-Auszeit wirkt sofort
Nach dem Seitenwechsel forderte der Gast die Nerven der heimischen Fans noch einmal kurz heraus. Eine Phase mit zwei unglücklichen Innenpfostentreffern der HSG und verlorenen Abprallern in der Abwehr nutzte Obernburg eiskalt aus: Mit vier Treffern am Stück verkürzten die Gäste von 18:12 auf 18:16.
Schimmelbauer zog prompt die grüne Time-out-Karte – und die Ansprache saß. Die Mannschaft fand umgehend ihren Rhythmus wieder. Göttert, Dominik Krawczak und Nick Bürkle stellten mit entschlossenen Aktionen auf 21:16, ehe Malte Obergfell auf 22:17 nachlegte. Die kurze Schwächephase war abgehakt, die Nerven hielten stand.
Kempa-Tricks und Spielfreude – Vorsprung wächst auf zehn Tore
In der Schlussphase brannte im Ländche nichts mehr an. Die HSG-Akteure spielten sich regelrecht frei und boten den Zuschauern feinsten Anschauungsunterricht in Sachen modernem Tempohandball. Gelungene Kempa-Tricks rissen die Tribüne von den Sitzen.
Über 25:19 und 29:21 schraubten die Gastgeber den Vorsprung kontinuierlich nach oben. Als Nick Bürkle zum 32:22 einnetzte, war der Zehn-Tore-Vorsprung perfekt, ehe beim Stand von 33:24 die Schlusssirene ertönte.
Besonders hervorzuheben: die enorme mannschaftliche Ausgeglichenheit im Abschluss. Die Verantwortung verteilte sich auf viele Schultern. Jannik Göttert und Lukas Kummerer (verwandelte alle drei Siebenmeter sicher) führten die Torschützenliste mit jeweils sechs Treffern an. Simon Vormbrock steuerte fünf Tore bei, Nick Bürkle traf viermal, Malte Obergfell und Dominik Krawczak waren je dreimal erfolgreich.
Am Samstag wartet Baunatal
Mit nun 4:2 Punkten hat sich die HSG Breckenheim Wallau/Massenheim in der oberen Tabellenregion etabliert. Nach dem Heimerfolg bleibt jedoch kaum Zeit zum Durchatmen: Am kommenden Samstag, 3. Oktober, steht der nächste Härtetest an. Um 19:00 Uhr tritt das Regio-Team auswärts beim GSV Eintracht Baunatal an.
Mehr Bilder zu dem Spiel gibt es in unserer Fotostrecke (138 Bilder )unter:
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InfoBox
HSG Breckenheim Wallau/Massenheim gegen TuSpo Obernburg 33:24 (17:12)
HSG Breckenheim Wallau/Massenheim: HSG: Schermuly, Grosbach, Quandt (im Tor) – Göttert (6 Tore), Kummerer (6/3), Vormbrock (5), Bürkle (4), Obergfell (3), Krawczak (3), Lunnebach (2), Herbertz (2), Gottron (1), Lange (1), Crecelius, Beer, Mester.
| Rang | Mannschaft | S | U | N | Tore | +/- | Punkte | ||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | HSG Gr.-Bieberau/Modau | 3 | 3 | 0 | 0 | 112:85 | +27 | 6:0 | |
| 2 | TSG Offenbach-Bürgel | 3 | 2 | 1 | 0 | 96:91 | +5 | 5:1 | |
| 3 | TV Groß-Umstadt | 3 | 1 | 2 | 0 | 92:81 | +11 | 4:2 | |
| 4 | HSG Breckenheim/Wallau/Massenheim | 3 | 2 | 0 | 1 | 84:74 | +10 | 4:2 | |
| 5 | HSG Dotzheim/Schierstein | 3 | 2 | 0 | 1 | 86:86 | 0 | 4:2 | |
| 6 | HSG Rodgau/N.-Roden II | 3 | 1 | 1 | 1 | 98:97 | +1 | 3:3 | |
| 7 | TV Hersfeld | 2 | 1 | 0 | 1 | 53:63 | -10 | 2:2 | |
| 8 | HSG Pohlheim | 2 | 1 | 0 | 1 | 51:64 | -13 | 2:2 | |
| 9 | GSV Eintr. Baunatal | 3 | 1 | 0 | 2 | 95:88 | +7 | 2:4 | |
| 10 | TV Hüttenberg II | 3 | 1 | 0 | 2 | 86:87 | -1 | 2:4 | |
| 11 | TuSpo Obernburg | 3 | 0 | 2 | 1 | 84:93 | -9 | 2:4 | |
| 12 | TV Petterweil | 2 | 0 | 0 | 2 | 58:64 | -6 | 0:4 | |
| 13 | TSV Vellmar | 3 | 0 | 0 | 3 | 77:99 | -22 | 0:6 |



