Tag der Selbsthilfe
Kaffee, Kuchen & offene Ohren: Wo aus geteilten Erfahrungen neue Kraft entsteht
Eine schwierige Lebenssituation lässt sich gemeinsam oft deutlich besser meistern als ganz allein. Anlässlich eines bundesweiten Aktionstages zeigt sich das BürgerKolleg in der Wiesbadener Innenstadt als lebendiger Treffpunkt für Betroffene sowie deren Angehörige. Was die Besucher dort bei süßen Snacks erwartet und warum der unkomplizierte Austausch untereinander oft so unbezahlbar ist, lesen Sie hier.
Symbolfoto: Canva
Anlässlich des bundesweiten Aktionstages für gemeinschaftliche Unterstützung veranstalten die Selbsthilfekontaktstellen aus Wiesbaden und dem Rheingau-Taunus-Kreis ein offenes Treffen.
Kooperationspartner für dieses Ereignis am Mittwoch, 16. September, ist das Wiesbadener BürgerKolleg, welches hierfür seine Räumlichkeiten am Michelsberg 6 zur Verfügung stellt.
Austausch in lockerer Atmosphäre
Zwischen 12:00 und 16:00 Uhr sind Besucher herzlich eingeladen, bei einem Stück Kuchen und einer Tasse Kaffee in entspanntem Rahmen ins Gespräch zu kommen. Vor Ort geben Fachleute der Kontaktstellen detaillierte Auskünfte über aktuelle Gruppenangebote und stehen für sämtliche Fragen zum Thema zur Verfügung.
Die Veranstaltung richtet sich ausdrücklich an eine breite Zielgruppe. Willkommen sind sowohl Personen, die bereits Mitglied einer Initiative sind, als auch solche, die sich völlig neu mit dieser Thematik befassen, sowie Angehörige auf der Suche nach geeigneten Hilfsangeboten.
Vielfalt und Stärke zeigen
Die kommissarische Leiterin des Wiesbadener Gesundheitsamts, Dr. Katharina Ferrari-Kühne, ordnet die Bedeutung der Veranstaltung ein: „Der Tag der Selbsthilfe ist eine schöne Gelegenheit, die Vielfalt und die Stärke der Selbsthilfe sichtbar zu machen. Wer sich einer Selbsthilfegruppe anschließt, trifft auf Menschen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben und die eigene Situation verstehen können.“
Die Amtsleiterin führt in diesem Zusammenhang weiter aus: „Dieser Austausch kann Mut machen und neue Perspektiven eröffnen“.
Wertvolle Ergänzung zur Medizin
Der Kerngedanke dieser Gruppen basiert auf dem Teilen persönlichen Erfahrungswissens sowie der gegenseitigen Hilfestellung. Ein solches Netzwerk wirkt der drohenden Vereinsamung entgegen und fördert das Selbstbewusstsein, wodurch Herausforderungen des Alltags, sei es durch Krankheiten, Behinderungen oder schwere Lebenskrisen, besser bewältigt werden können.
Darüber hinaus erwerben die Teilnehmer wichtige Fähigkeiten für das eigene Selbstmanagement und den souveränen Umgang mit dem medizinischen Versorgungssystem. Folglich fungiert diese Form der Solidarität als essenzielle Ergänzung zur professionellen psychosozialen und medizinischen Betreuung, ohne den Anspruch zu erheben, diese zu ersetzen.
Bundesweite Kampagne seit 2025
Seine Premiere feierte dieser spezielle Aktionstag zur Selbsthilfe im Jahr 2025, initiiert durch die Nationale Kontakt- und Informationsstelle zur Anregung und Unterstützung von Selbsthilfegruppen (NAKOS) sowie die Deutsche Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfegruppen e.V. (DAG SHG). Im aktuellen Jahr 2026 wird das bundesweite Projekt vom AOK-Bundesverband unter dem Motto #GemeinsamStark finanziell unterstützt.
Bundesweit nutzen Kontaktstellen diesen Rahmen, um mit verschiedensten Aktionen die Wichtigkeit dieses solidarischen Engagements in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken. Zusätzliche Details zu den regionalen Ereignissen rund um Wiesbaden lassen sich im digitalen Veranstaltungskalender auf www.wiesbaden.de abrufen. Der Flyer zur Veranstaltung steht hier zum Download.
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