Urbanes Großprojekt
Biebrichs neue Fassade: Internationale Street-Art trifft Lokalgeschichte
In Wiesbaden-Biebrich entstaht am Herzogsplatz im September ein einzigartiges Gemeinschaftswerk, das lokale Erinnerungen und internationale Urban Art vereint. Neun Kreative aus der ganzen Welt verwandeln eine über 600 Quadratmeter große Brandwand in eine riesige, zusammenhängende Leinwand. Was genau hinter dem Vorhaben „Style Matters 2026“ steckt und welche bekannten Wiesbadener Motive bald das Stadtbild prägen, erfahren Sie im Bericht.
Foto: Wiesbadenaktuell
Der Herzogsplatz in Wiesbaden-Biebrich wird vom 10. bis zum 20. September zum Schauplatz eines groß angelegten Vorhabens im öffentlichen Raum. Unter dem Titel „Style Matters 2026“ gestalten neun Kunstschaffende aus sieben Nationen gemeinsam die weitläufige Brandwand an der Adresse Am Schlosspark 104.
Bürgerideen als kreative Basis
Die Besonderheit des Projekts liegt in der konzeptionellen Herangehensweise: Anstatt neun isolierte Wandbilder zu kreieren, entwerfen die Beteiligten eine in sich geschlossene Bildkomposition.
Das Fundament für dieses Gesamtkunstwerk lieferte eine vorausgegangene Bürgerbeteiligung. Dabei brachten Passanten sowie Anwohnerinnen und Anwohner ihre persönlichen Erinnerungen, relevanten Themen und Vorstellungen ein, welche nun von den internationalen Gästen in eine gemeinsame zeitgenössische Formensprache übersetzt werden.
Zentrale Projektdaten im Überblick
Das Vorhaben firmiert unter dem vollständigen Namen „STYLE MATTERS 2026 – Ein internationales Gemeinschaftsmural für Biebrich“ und wird von den Organisatoren Meeting of Styles sowie Buntic Media initiiert. Die zur Verfügung stehende Fassadenfläche umfasst insgesamt 624 Quadratmeter.
Lokale Motive prägen Gesamtbild
Inhaltlich orientiert sich die Gestaltung an dem Leitthema „Biebrich am Rhein: Vielfalt und Zusammenhalt“. Die visuelle Erzählung verknüpft dabei die Natur, den Fluss, die Menschen sowie historische, gegenwärtige und zukünftige Aspekte eng miteinander.
Bekannte örtliche Elemente wie das Schloss Biebrich, der angrenzende Schlosspark, die Galatea-Anlage und charakteristische Tierarten verschmelzen auf der Wand mit den individuellen Handschriften der internationalen Akteure.
Dauerhaftes Wahrzeichen für Biebrich
Ziel der Aktion ist es nicht, ein lediglich temporäres Festivalbild zu schaffen, sondern ein dauerhaftes Wandbild als Kunstobjekt zu etablieren. Es soll künftig als neuer visueller Identifikationspunkt für den Wiesbadener Stadtteil dienen.
Die Verschmelzung von globaler Urban Art, lokaler Identität und der direkten Einbindung der Bürgerschaft verleiht dem Projekt seinen außergewöhnlichen Charakter. Ergänzt wird dieses Konzept durch eine geplante Begrünung der Fassade. Alle Details zum Street-Art Projekt gibt es hier zum Download.
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