Kriminalität

Dreister Wechselfallen-Trick – Unbekannter prellt 22-Jährigen in Wiesbaden

Ein kurzer Moment der Hilfsbereitschaft, der sofort bestraft wurde. Am Donnerstagabend sprach ein Unbekannter in der Wiesbadener Innenstadt einen 22-Jährigen unter dem Vorwand an, Geld wechseln zu wollen. Kaum hielt der junge Mann die Scheine in der Hand, schnappte sich der Fremde das Geld und rannte davon. Die Wiesbadener Polizei fahndet nach dem Täter und gibt eindringliche Verhaltenstipps.

Von: |Erschienen am: 11. September 2026 14:09|

Symbolfoto: Canva

Die klassische Masche des Wechselschwindels forderte erneut in Wiesbaden ein weiteres Opfer. Am Donnerstag, wurde ein 22 Jahre alter Mann in der Mauritiusstraße dreist bestohlen. Gegen 21:40 Uhr hatte ihn ein bislang unbekannter Passant angesprochen und vorgegeben, dringend einen 20-Euro-Schein wechseln zu müssen.

Blitzschnell zugegriffen und davongestürmt

Der hilfsbereite 22-Jährige holte sein Portemonnaie hervor, um den Gefallen zu erfüllen. Doch als er dem Fremden zwei 10-Euro-Scheine zum Tausch hinhielt, zeigte der vermeintliche Wechselkunde sein wahres Gesicht: Blitzschnell riss der Mann die beiden Geldscheine an sich und ergriff sofort zu Fuß die Flucht in unbekannte Richtung. Seinen eigenen 20-Euro-Schein übergab er natürlich nicht.

Täterbeschreibung und Zeugenhinweise erbeten

Der flüchtige Täter wird von dem Geschädigten wie folgt beschrieben: Etwa 1,75 Meter groß und blonde Haare. Der Mann trug eine Bekleidung: Auffallend helle Hose.

Die Polizei hat die Ermittlungen wegen Diebstahls aufgenommen. Personen, die den Vorfall in der Mauritiusstraße am Donnerstagabend gegen 21:40 Uhr beobachtet haben oder Angaben zur Identität oder zum Fluchtweg des blonden Täters machen können, werden gebeten, sich beim 1. Polizeirevier unter der Telefonnummer 0611 / 345-0 zu melden.

Wichtige Tipps der Polizei – Schützen Sie sich vor Geldwechseltricks

Die Masche des falschen Geldwechslers ist bekannt, führt aber immer wieder zum Erfolg, weil Betrüger gezielt die spontane Hilfsbereitschaft von Passanten ausnutzen. Die Polizei mahnt daher zur Wachsamkeit:

  • Grundsätzlich ablehnen: Wechseln Sie auf der Straße für fremde Personen im Zweifel grundsätzlich kein Bargeld – verweisen Sie freundlich, aber bestimmt auf umliegende Geschäfte oder Bankfilialen.

  • Abstand halten & Portemonnaie schützen: Halten Sie Ihre Geldbörse fest im Griff und lassen Sie sich nicht bedrängen oder ablenken.

  • Fremde Blicke und Hände stoppen: Fremde Finger haben absolut nichts in Ihrem Portemonnaie zu suchen. Oft wird beim Wechseln versucht, verdeckt weitere Scheine aus den Fächern zu fingerfertigen oder das Geld wie in diesem Fall direkt zu entreißen.

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