Umgestaltung
Aus für Kanister-Zapfer im Goldsteintal: Stadt baut beliebte Goldsteinquelle komplett um
Die Goldsteinquelle im Wiesbadener Stadtteil Sonnenberg wird umbauen und den Bereich um die Quelle herum neu gestalten. Ziel ist es, den Wald rund um den beliebten Laufbrunnen zu schützen und gleichzeitig die Verkehrssicherheit auf der Straße Goldsteintal zu erhöhen. Künftig können Besucher der Quelle nur noch Trinkflaschen auffüllen – die Wasserentnahme mit Kanistern wird nicht mehr möglich sein.
Symbolfoto
Konsequenter Schritt zum Schutz der Natur und für freie Rettungswege: Das Grünflächenamt der Landeshauptstadt Wiesbaden greift an der viel besuchten Goldsteinquelle durch. Sowohl das Umfeld im malerischen Sonnenberger Goldsteintal als auch der historische Laufbrunnen selbst werden in den kommenden Wochen grundlegend umgestaltet. Grund für das Einschreiten sind massive Schäden an Wald und Wegen, blockierte Straßen durch Falschparker sowie Müllberge, die der anhaltende Massenansturm in der Vergangenheit verursacht hat.
Baumstämme riegeln Straßenränder ab – Freie Bahn für Einsatzkräfte
Bereits in den kommenden Wochen starten die ersten sichtbaren Maßnahmen entlang der Zufahrt. Das Grünflächenamt platziert rechts und links neben der Fahrbahn schwere Baumstämme als natürliche Absperrung.
Die Stämme sollen verhindern, dass Autofahrer ihre Fahrzeuge rücksichtslos auf den Waldrändern, im Wurzelbereich oder im Unterholz abstellen.
Durch das unregulierte Parken kam es auf der schmalen Straße durch das Goldsteintal zuletzt immer wieder zu gefährlichen Engpässen. Künftig muss gewährleistet sein, dass Fahrzeuge von Feuerwehr und Rettungsdienst die Goldsteinquelle zu jeder Zeit ungehindert und ohne Zeitverlust passieren können.
Künftig nur noch Trinkflaschen – Kanister-Befüllung wird unterbunden
Auch an der Quelle selbst stehen spürbare bauliche Veränderungen an. Die Entnahmestelle wird so modifiziert, dass Spaziergänger, Wanderinnen und Radfahrer weiterhin problemlos ihre Trinkflaschen für den Durst unterwegs auffüllen können.
Das großflächige Abfüllen von Wasser in mitgebrachte Fässer, Kanister oder Kistenweise Flaschen – oft verbunden mit direktem Heranfahren mit dem Pkw – wird künftig baulich unmöglich gemacht.
Mit diesem Schritt zieht die Stadtverwaltung die Notbremse. Das waldreiche Naherholungsgebiet litt in den vergangenen Jahren extrem unter den Begleiterscheinungen des „Wassertourismus“: Neben zerstörter Vegetation führten vor allem illegal entsorgter Müll und rücksichtsloses Parken zu einer untragbaren Belastung für Flora, Fauna und Anwohner.
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