Verfolgungsjagd
100-Kilometer-Hetzjagd endet im Frontalcrash: Drogen-Raser rammt Streifenwagen in Wiesbaden-Bierstadt
Eine Filmreife Verfolgungsjagd über mehrere Bundesländer endete am frühen Sonntagmorgen in Wiesbaden-Bierstadt. Ein 32-jähriger Audi-Fahrer, der bereits zuvor in Bayern wegen Drogenkonsums und fehlender Fahrerlaubnis kontrolliert worden war, entzog sich erneut einer Polizeikontrolle und lieferte sich eine wilde Fluchtfahrt über die A3 und A66. Nach einem Frontalzusammenstoß mit einem Streifenwagen wurden er und seine zwei Mitfahrer festgenommen.
Symbolfoto
Spektakuläre Szenen in den frühen Morgenstunden des Sonntags, 6. September, die in Wiesbaden endeten. Ein 32 Jahre alter Autofahrer lieferte sich eine kilometerlange, länderübergreifende Verfolgungsjagd mit der Polizei. Die Flucht führte von Unterfranken über die Autobahnen A3 und A66 bis mitten nach Wiesbaden-Bierstadt, wo der Wagen nach einem Wendemanöver frontal in einen Streifenwagen krachte. Drei Fahrzeuginsassen wurden vorläufig festgenommen.
Erste Drogenkontrolle in Bayern hielt Raser nicht auf
Begonnen hatte die irre Amokfahrt gegen 02:20 Uhr im bayerischen Miltenberg. Bayerische Polizisten kontrollierten dort den 32-jährigen Audi-Fahrer und stellten fest, dass er offenbar unter berauschenden Mitteln stand und keinen gültigen Führerschein besaß.
Nach den üblichen polizeilichen Erstmaßnahmen und einer angeordneten Blutentnahme wurde der Mann auf freien Fuß gesetzt – mit dem klaren Verbot, sich ans Steuer zu setzen.
Vollgas über A3 und A66 – Flucht vor der Streife
Die Belehrung fruchtete jedoch nicht. Nur wenig später fiel bayerischen Polizisten erneut derselbe graue Audi mit Wiesbadener Kennzeichen (WI) auf der B469 in Höhe Stockstadt durch seine unsichere Fahrweise auf.
Als die Beamten den Pkw anhalten wollten, trat der 32-Jährige voll aufs Gaspedal und raste mit extrem überhöhter Geschwindigkeit davon. Die Flucht ging nahtlos auf die Bundesautobahn 3 in Fahrtrichtung Köln und wechselte anschließend auf die Autobahn 66 in Richtung hessischer Landeshauptstadt. Streifenteams der Polizeipräsidien Unterfranken, Südosthessen und Westhessen koordinierten die Verfolgung im dichten Funkverkehr über die Landesgrenzen hinweg.
Frontal-Kollision in der Töpferstraße – Klickende Handschellen in Bierstadt
Die rasende Flucht endete schließlich in Bierstadt. In der engen Töpferstraße versuchte der Fahrer gegen 04:15 Uhr ein abruptes Wendemanöver, um den Verfolgern zu entkommen. Dabei prallte der graue Audi frontal mit einem nachfahrenden Streifenwagen zusammen.
Durch den Zusammenstoß wurden beide Fahrzeuge erheblich beschädigt und fahruntüchtig. Die Beamten handelten sofort, stellten den 32-jährigen Unfallfahrer sowie seine beiden Begleiter – einen weiteren Mann und eine Frau – direkt vor Ort und nahmen alle drei vorläufig fest.
Lange Liste an Strafvorwürfen
Auf den Wiesbadener rollt nun eine massive Welle an strafrechtlichen Konsequenzen zu. Die Polizei ermittelt gegen ihn gleich wegen mehrerer schwerer Delikte: Verdacht der Gefährdung des Straßenverkehrs, Verdacht eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens (Alleinrennen / Flucht vor der Polizei), Fahren unter dem Einfluss berauschender Mittel und Fahren ohne erforderliche Fahrerlaubnis
Die detaillierten Ermittlungen der Wiesbadener Kriminalpolizei gegen den 32-Jährigne und den Hintergründen der Insassen dauern an.
Die Polizei sucht Zeugen der jeweiligen Vorfälle und bittet unter den Rufnummern 06181 / 9010-0 (Polizeiautobahnstation Südosthessen) bzw. 06023 944-0 (PI Alzenau) um weitere Hinweise.
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