Tag des Denkmals
Einzigartige Zeitreise: Per Nostalgie-Zug direkt auf die Schiersteiner Brücke
Ein selten zugängliches Stück Wiesbadener Eisenbahngeschichte rückt am Tag des Offenen Denkmals in den Mittelpunkt: Die frisch sanierte Eisenbahnbrücke an der Schiersteiner Straße kann bei zwei besonderen Führungen erkundet werden. Zusätzlich wartet im Bahnhof Dotzheim eine Ausstellung auf neugierige Besucher.
Foto: NTB
Im Rahmen des Tages des offenen Denkmals stehen am Sonntag, 13. September, zwei besondere Führungen auf dem Programm. Im Mittelpunkt steht die Eisenbahnbrücke Schiersteiner Straße, die als bedeutendes technisches Denkmal gilt. Das Bauwerk wurde erst im Sommer dieses Jahres von dem Biebricher Fachbetrieb HUHLE Stahlbau umfassend instand gesetzt.
Vor Ort vermitteln der Stahlbaumeister Günther Huhle, Tragwerksplaner Jochen Unverzagt sowie Denkmalpfleger Thorsten Brokmann ihr Fachwissen. Die Experten gewähren den Teilnehmern detaillierte Einblicke in die baulichen und statischen Eigenheiten der historischen Fachwerkgitterbrücke und berichten über die Herausforderungen während der Sanierungsarbeiten. Organisiert wird das Angebot von der Unteren Denkmalschutzbehörde der Landeshauptstadt Wiesbaden gemeinsam mit der Nassauischen Touristik-Bahn e.V. (NTB).
Anreise per Dampfsonderzug
Da das Areal rund um die Brücke außerhalb der Eisenbahnanlagen nicht betreten werden kann, erfolgt die Anfahrt exklusiv mit einem Dampfsonderzug der NTB, die in diesem Jahr ihr 40. Jubiläum feiert. Die Abfahrten am Bahnhof Wiesbaden-Dotzheim sind für 11:30 Uhr und 14:15 Uhr terminiert.
Voraussetzung für die Teilnahme an den Führungen sind ein sicherer Tritt sowie festes Schuhwerk. Zudem ist die Mitfahrt nur mit einer im Vorfeld erworbenen Fahrkarte möglich, die über das Internetportal aartalbahn.de bereitsteht. Eventuelle Restkarten können Interessenten am Veranstaltungstag direkt am Bahnhof Dotzheim erwerben.
Ausstellung im Bahnhof Dotzheim
Ergänzend zu den Besichtigungen präsentiert die Untere Denkmalschutzbehörde im Bahnhof Wiesbaden-Dotzheim eine eigenständige Ausstellung. Die Schau widmet sich am 13. September ganztägig der Geschichte der Aartalbahn und nimmt dabei insbesondere deren Eisenbahnbrücken in den Blick.
Für Fachfragen und persönliche Gespräche stehen die städtischen Denkmalpfleger sowie der Ingenieur Jochen Unverzagt den Besuchern durchgehend zur Verfügung. Der Besuch der Ausstellung ist kostenfrei.
Kurioses zur Schreibweise
Neben den historischen Fakten weist die NTB auf eine orthographische Besonderheit im Streckennetz hin: Die Station „Wiesbaden Waldstrasse“ wird offiziell mit Doppel-s und nicht mit Eszett geschrieben. Solche Abweichungen zählen zu den traditionellen Eigenheiten der Eisenbahn, da historische Bahnhofsbezeichnungen selten angepasst werden.
Ein weiteres Beispiel für diese Eisenbahnspezifrik ist der Bahnhof der Gemeinde Bischofsheim, der bis heute die offizielle Bezeichnung „Mainz-Bischofsheim“ trägt.
Ansprechpartner und Informationen
Für Rückfragen zur Aartalbahn, der Veranstaltung zum Denkmaltag in Wiesbaden-Dotzheim und der Eisenbahnbrücke in Schierstein steht Marcus Giebeler per E-Mail unter marcus.giebeler@aartalbahn.de sowie telefonisch zu den Tagesrandzeiten unter der Nummer 0611 / 16086952 bereit.
Auskünfte zum Thema Denkmalschutz erteilt Martin Horsten, Leiter der Denkmalschutzbehörde Wiesbaden, unter martin.horsten@wiesbaden.de oder telefonisch unter 0611 / 316494 beziehungsweise 0160 / 97224280. Weitere Informationen sind auf den Internetseiten www.aartalbahn.de und www.tag-des-offenen-denkmals.de abrufbar.
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