Spatenstich
Komfortable Rheinquerung: Bau der barrierefreien Radspindel an der Kaiserbrücke offiziell gestartet
Mit dem Spatenstich am Montag hat Wiesbaden den Bau einer neuen Radspindel am Brückenkopf der Kaiserbrücke in Amöneburg gestartet. Die rund vier Meter breite Rampe soll die Rheinquerung nach Mainz künftig ohne Treppen ermöglichen. Wegen der Bauarbeiten wird die Brücke für Fuß- und Radverkehr zunächst etwa vier Wochen gesperrt.
Symbolfoto
Historischer Meilenstein für alle Radfahrenden und Pendler im Rhein-Main-Gebiet. Am Montag, 24. August, erfolgte der offizielle Spatenstich für den Bau der neuen Radspindel am Brückenkopf der Kaiserbrücke auf Wiesbadener Seite. Damit schließt die hessische Landeshauptstadt eine langjährige Lücke im städteübergreifenden Radwegenetz. Bislang mussten Fahrräder mühsam über steile Treppen mit Schieberillen gehievt werden – künftig ermöglicht eine moderne, barrierearme Auffahrt das direkte Überqueren des Rheins zwischen Wiesbaden und Mainz, auch für Lastenräder, Pedelecs und Kinderanhänger.
Andreas Kowol und Janina Steinkrüger – „Mehr als nur eine Rampe“
Beim feierlichen Spatenstich betonten die Verkehrsdezernenten beider Landeshauptstädte die herausragende Bedeutung des 4,9-Millionen-Euro-Projekts.
Wiesbadens Verkehrsdezernent Andreas Kowol(Grüne) hob hervor: „Die Radspindel ist weit mehr als eine Rampe. Sie schließt eine entscheidende Lücke im Radverkehrsnetz und macht eine bereits heute stark nachgefragte Verbindung deutlich attraktiver. Damit stärken wir den Umweltverbund, erhöhen die Verkehrssicherheit und schaffen eine Infrastruktur, die den Anforderungen der Mobilität von morgen gerecht wird.“
Die Mainzer Mobilitätsdezernentin Janina Steinkrüger unterstrich die gelebte Nachbarschaft: „Die Kaiserbrücke ist für viele Menschen eine wichtige Alltagsverbindung zwischen Mainz und Wiesbaden. Die neue Radspindel beseitigt eine seit Langem bestehende Barriere und macht die Rheinquerung künftig deutlich komfortabler – gerade auch mit Pedelec, Lastenrad oder Fahrradanhänger. Das ist ein echter Gewinn für den stadt- und länderübergreifenden Radverkehr und zugleich ein starkes Beispiel für die gute Zusammenarbeit unserer beiden Landeshauptstädte.“
In drei Windungen auf die Brücke – Die Baudaten im Detail
Auf der Wiesbadener Seite (Stadtteil Amöneburg) entsteht ein imposantes Ingenieurbauwerk:
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Abmessungen & Höhenunterschied: Die Spindel wird rund vier Meter breit und überwindet in drei Windungen insgesamt 9,50 Meter Höhenunterschied.
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Sicherheit & Komfort: Die gesamte Auffahrt wird mit einem beleuchteten Handlauf ausgestattet.
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Erneuerung der Treppe: Nach der Fertigstellung der Spindel wird auch die alte, baufällige Treppenanlage komplett durch einen Neubau ersetzt.
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Bauzeit & Kosten: Die Gesamtfertigstellung ist für das Frühjahr 2028 avisiert. Von den Gesamtkosten in Höhe von 4,9 Millionen Euro übernimmt das Bundesministerium für Verkehr 2,84 Millionen Euro aus Fördermitteln.
Die Kaiserbrücke ist Knotenpunkt für bedeutende Routen wie den Hessischen Radfernweg R3, den Rheinradweg EuroVelo 15 und den Radachter Süd. Bereits vor dem Bau nutzten trotz Treppenhindernis täglich rund 600 Radfahrende die Verbindung.
Wichtige Verkehrsmeldung – Kaiserbrücke ab Dienstag für vier Wochen voll gesperrt!
Um Synergien zu nutzen und spätere Baustellen zu vermeiden, wird direkt zu Baubeginn der marode Fahrbahnbelag auf der Kaiserbrücke (Nordbrücke) saniert:
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Vollsperrung: Ab Dienstag, 25. August, ist die Kaiserbrücke für etwa vier Wochen für den gesamten Fuß- und Radverkehr gesperrt.
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Umleitungen: Die Umleitung für Fußgänger und Radler erfolgt großräumig und ausgeschildert über die Theodor-Heuss-Brücke (Kastel/Mainz) sowie die Schiersteiner Brücke.
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Lokale Verkehrsführung: Während der späteren Hauptbauzeit wird der Radverkehr zwischen Kaiserbrücke und dem Yachthafen Rhein Port über die Biebricher Straße geführt; ein Zugang zur Brücke bleibt danach jederzeit gewährleistet.
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