Verkehrssicherheit

Transporter im Visier: Polizei, Zoll und Stadtpolizei ziehen 40 Verstöße und Straftaten bei Großkontrolle aus dem Verkehr

Bei gemeinsamen Verkehrskontrollen des gewerblichen Güterverkehrs haben Polizei und weitere Behörden am Montag in Wiesbaden zahlreiche Verstöße festgestellt. Im Fokus standen Kleintransporter bis 3,5 Tonnen. Von 62 kontrollierten Fahrzeugen beanstandeten die Einsatzkräfte 33 Ordnungswidrigkeiten und leiteten sieben Strafverfahren ein.

Von: |Erschienen am: 21. August 2026 15:20|

Symbolfoto

Großeinsatz für mehr Sicherheit auf den Wiesbadener Straßen. Die Polizei Wiesbaden hat am Montag, 17. August, gemeinsam mit mehreren Partnerbehörden eine groß angelegte Kontrollaktion des gewerblichen Güterverkehrs durchgeführt. Im Visier der Prüfer standen vor allem Kleintransporter und Sprinter bis 3,5 Tonnen Gesamtgewicht. Die Bilanz der achtstündigen Überprüfung ist ernüchternd: Fast zwei Drittel der kontrollierten Fahrzeuge wiesen erhebliche Mängel oder Verstöße auf – darunter ein gefälschter Führerschein und gravierende Mängel bei der Ladungssicherung.

Drei Kontrollstellen in Richtung Mainz-Kastel – Zoll und Gefahrgutexperten im Einsatz

Zwischen 08:00 und 16:00 Uhr richteten die Einsatzkräfte insgesamt drei Kontrollstellen auf wichtigen Verkehrsachsen in Fahrtrichtung Mainz-Kastel ein. Um eine ganzheitliche Kontrolle zu gewährleisten, arbeiteten mehrere Behörden Hand in Hand: Polizeipräsidium Westhessen, das Hauptzollamt Darmstadt (Prüfung von Schwarzarbeit, Mindestlohn und zollrechtlichen Vorgaben), die Gefahrgutüberwachung sowie die Stadtpolizei Wiesbaden.

Geprüft wurden vor allem der technische Zustand der Fahrzeuge, die vorschriftsmäßige Sicherung der geladenen Güter, die Einhaltung der gesetzlichen Sozialvorschriften (Lenk- und Ruhezeiten) sowie die Gültigkeit der Fahrerlaubnisse und die Fahrtüchtigkeit der Fahrer.

Mangelhafte Ladung, Gurtmuffel und Fälschung – 40 Verstöße geahndet

Insgesamt wurden im Tagesverlauf 62 Fahrzeuge und 84 Personen angehalten und detailliert überprüft. Dabei registrierten die Beamten 33 Ordnungswidrigkeitenverfahren und sieben handfeste Straftaten.

Mangelhafte Ladungssicherung in insgesamt 14 Fälle: In fast jedem vierten Fahrzeug war das Transportgut unzureichend oder gar nicht gegen Verrutschen und Herabfallen gesichert – eine erhebliche Gefahr bei Gefahrenbremsungen. Zahlreiche Insassen waren ohne angelegten Sicherheitsgurt unterwegs. 13 Gurtverstöße wurden von den Kontrollkräften festgestellt.

Drei Fahrer besaßen gar keinen gültigen Führerschein. In zwei weiteren Fällen wurden Ermittlungen gegen die Fahrzeughalter wegen des Zulassens des Fahrens ohne Führerschein eingeleitet. Ein Fahrer händigte den Beamten ein ausländisches Dokument aus, das sich als Totalfälschung entpuppte – gegen ihn läuft nun ein Strafverfahren wegen Urkundenfälschung.

Die Kontrolleure ahndeten unter anderem einen Gefahrgutverstoß, ein unzulässiges Telefonieren am Steuer mit dem Smartphone sowie eine Fahrt ohne bestehende Kfz-Haftpflichtversicherung (Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz).

Kontrolldruck bleibt hoch

Die Polizei Wiesbaden kündigte an, derartige Schwerpunktkontrollen des gewerblichen Güter- und Lieferverkehrs im gesamten Stadtgebiet und auf den Autobahnzubringern auch in Zukunft unangekündigt fortzusetzen, um die Verkehrssicherheit nachhaltig zu stärken und unlauteren Wettbewerb zu unterbinden.

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