Bildungs-Investition

Rekord-Förderung für die Landeshauptstadt: Hessen bezuschusst Schulsanierung

Sanierungsprojekte, Bildung und moderne Infrastruktur kosten viel Geld. Jetzt darf sich Wiesbaden über kräftige finanzielle Unterstützung vom Land freuen. Ein bekanntes Wiesbadener Bildungsprojekt profitiert ganz besonders von den zinsgünstigen Mitteln aus einem hessischen Rekord-Fördertopf. Welche Pläne nun konkret umgesetzt werden und wo im Land das meiste Geld landet, wurde jetzt veröffentlicht.

Von: |Erschienen am: 20. August 2026 14:28|

Symbolfoto

Ob moderne Ausrüstung für die Feuerwehr, Klinikmodernisierungen oder Neubauten von Bildungseinrichtungen: Hessische Städte, Gemeinden und Landkreise können im laufenden Jahr hessenweit 144 kommunale Vorhaben mit einem Gesamtwert von 459 Millionen Euro mithilfe des Hessischen Investitionsfonds realisieren. Davon profitiert auch die Landeshauptstadt Wiesbaden, für deren Infrastruktur eine Summe von sieben Millionen Euro bereitsteht.

Hessens Finanzminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz (CDU) erläutert das konkrete Vorhaben: „Unsere Landeshauptstadt erhält aus dem diesjährigen Investitionsfonds 7 Millionen Euro. Mit dieser Unterstützung des Landes soll die Sanierung der Wilhelm-Leuschner-Schule in die Tat umgesetzt werden. Darüber freue ich mich nicht nur als Finanzminister, sondern auch als ehemaliger Kultusminister und Wiesbadener. Ich wünsche allen Beteiligten vor Ort gutes Gelingen!“

Entscheidungsfreiheit für Kommunen

Bezüglich der Vergabe der Fördermittel ergänzt der Finanzminister: „Die Verantwortlichen vor Ort kennen die individuellen Herausforderungen und Bedarfe am besten. Mit dem Hessischen Investitionsfonds geben wir ihnen die Freiheit, in die Bereiche zu investieren, die in ihren Kommunen die höchste Priorität haben. Als Partner an ihrer Seite unterstützen wir sie dabei gerne mit günstigen Finanzierungsmöglichkeiten.“

Der Hessische Investitionsfonds existiert bereits seit dem Jahr 1970 als ein eigens eingerichtetes Sondervermögen des Landes. Ziel ist die nachhaltige Förderung kommunaler Baumaßnahmen und Infrastrukturprojekte in ganz Hessen. Kommunen haben jedes Jahr die Möglichkeit, aus drei unterschiedlichen Fördertöpfen mit jeweils spezifischen Konditionen zinsgünstige Darlehen für konkrete Einzelprojekte zu beantragen.

Zinsvorteile im aktuellen Finanzumfeld

Ein wesentlicher Vorteil der Darlehensvergabe über das Land liegt in den dauerhaft kalkulierbaren und stabilen Zinsen. Durch die finanzielle Vergünstigung seitens des Landes liegen die Zinssätze für die Kommunen regelmäßig unter den marktüblichen Konditionen privater Kreditinstitute. Vor allem seit dem Wandel der Zinslandschaft und dem Ende der Niedrigzinsphase erweisen sich die Kredite des Sondervermögens als besonders gefragte und wirtschaftliche Option.

Von dem Darlehensvolumen in Höhe von insgesamt rund 459 Millionen Euro für das Jahr 2026 geht der Großteil nach Südhessen. Auf den Regierungsbezirk Darmstadt entfallen mehr als 344 Millionen Euro, während der Regierungsbezirk Gießen in Mittelhessen rund 37 Millionen Euro und der Regierungsbezirk Kassel in Nordhessen fast 78 Millionen Euro erhalten. Die höchste Einzelsumme aller hessischen Kommunen geht mit 56,5 Millionen Euro an die Stadt Frankfurt. Eine vollständige Auflistung aller 144 geförderten Maßnahmen ist auf der Internetseite des Finanzministeriums unter finanzen.hessen.de einsehbar.

Rekordniveau bei Fördersumme

Zur Entwicklung des Förderprogramms äußert sich Finanzminister Lorz wie folgt: „Auch 2026 unterstützt die Landesregierung die hessischen Kommunen mit günstigen Darlehen, damit sie Investitionen in ihre Infrastruktur zu besseren Konditionen finanzieren können. Das Geld fließt in Projekte, die das Leben der Bürger ganz konkret verbessern: etwa neue Kitas und Schulen, modernisierte Verkehrswege oder Investitionen in den Brandschutz.

Noch nie zuvor hat der Hessische Investitionsfonds dabei ein so hohes Gesamtvolumen erreicht: Mit rund 459 Millionen Euro für hessenweit 144 Projekte klettert er in diesem Jahr auf ein neues Rekordniveau.“

Schwerpunkt auf Schulen und Bildung

Der Finanzminister hebt in Wiesbaden zudem die inhaltliche Verteilung der Gelder hervor: „Besonders profitieren in diesem Jahr die Kinder und Jugendlichen im Land, denn mit rund 253 Millionen Euro fließt der Löwenanteil der Darlehen aus dem Investitionsfonds in Schule und Bildung.

Neben Schulsanierung und Schulbau bilden weitere Schwerpunkte bei den Investitionen und Fördermitteln die Bereiche Städtebau und -entwicklung mit rund 63 Millionen Euro sowie Wasser, Abwasser und Gewässerschutz mit rund 29 Millionen Euro. Ich freue mich, dass wir damit als Land einen Teil dazu beitragen, dass unsere Landkreise, Städte und Gemeinden in ihre Zukunft investieren können.“

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