Auszeichnung

Deutsch-Kamerunische Samariter e.V. gewinnt Integrationspreis 2026

Von Kochkursen bis hin zu historischen Debatten im Museum: Seit fast zwei Jahrzehnten bringt eine engagierte Initiative Menschen unterschiedlichster Herkunft in Wiesbaden zusammen. Für dieses außergewöhnliche Engagement wird der Verein nun mit einer der bedeutendsten städtischen Ehrungen gewürdigt. Was die Arbeit des Preisträgers so besonders macht und wann die offizielle Übergabe im Rathaus gefeiert wird, lesen Sie im Artikel.

Von: |Erschienen am: 20. August 2026 14:05|

Symbolfoto: Canva

Die Landeshauptstadt Wiesbaden verleiht den diesjährigen Integrationspreis an den Verein Deutsch-Kamerunische Samariter (Dekasa e.V.). Das Gremium wählte den Preisträger aus insgesamt fünf vorliegenden Bewerbungen und Vorschlägen aus.

Bildung, Austausch und Begegnung

Ursprünglich im Jahr 2007 als studentische Initiative ins Leben gerufen, engagiert sich die Organisation seitdem für ein gleichberechtigtes und verbindendes Miteinander von Personen unterschiedlicher Herkunft und kultureller Prägung.

Nach Überzeugung von Dekasa e.V. stellt kulturelle Vielfalt kein Problem dar, das es zu verwalten gilt, sondern eine wertvolle Ressource zur Stärkung der Gesellschaft und für ein lebendiges Gemeinwesen. Dementsprechend bilden Bildungsangebote, interkultureller Austausch, persönliche Begegnungen sowie die Auseinandersetzung mit gesellschaftspolitischen Fragen die Schwerpunkte der Vereinsarbeit.

Kooperation mit Museum Wiesbaden

Ein prägnantes Beispiel für diese Arbeit bildet die Partnerschaft mit dem Museum Wiesbaden. Hier bringt der Verein die Perspektiven der kamerunischen Diaspora ein und ermöglicht damit Räume für Begegnung sowie einen differenzierten Austausch über historische Themen, Erinnerungskultur und die koloniale Vergangenheit.

Integrationsdezernentin Milena Löbcke (Die Linke) hebt die Bedeutung dieser Initiative hervor: „Eine vielfältige Stadtgesellschaft entsteht dort, wo Menschen einander zuhören, Perspektiven teilen und gemeinsam Verantwortung übernehmen.“

Begegnungsformate im Alltag

Mit zahlreichen weiteren Projekten schafft der Verein Raum für Kommunikation und gesellschaftliche Teilhabe. Dazu zählen unter anderem Kochkurse, Kulturveranstaltungen, Familienfeste, community-bezogene Vorhaben und kreative Formate, in denen Menschen voneinander lernen und Vielfalt gemeinsam erleben können.

Jury lobt ehrenamtlichen Einsatz

Die Bewertung der Einreichungen lag in den Händen einer zwölfköpfigen Jury. Das Gremium setzt sich zusammen aus Vertretern des Sozialausschusses, des Ausländerbeirates, der drei Religionsgemeinschaften, den christlichen Kirchen, der jüdischen Gemeinde und der muslimischen Gemeinde, sowie einer Vertreterin beziehungsweise eines Vertreters der Migrationsberatungsstellen. Der Vorsitz lag bei Integrationsdezernentin Milena Löbcke.

Wichtiger Beitrag

Die Jurymitglieder zeigten sich von den eingereichten Bewerbungen sehr beeindruckt. Milena Löbcke betonte im Namen des Gremiums:

„Die Stadt Wiesbaden kann dankbar und stolz darauf sein, dass in Wiesbaden für die Integration so viel in großen Teilen ehrenamtliches Engagement geleistet wird. Die Bewerbungen waren auch dieses Jahr sehr vielfältig, so wie es die Integrationsarbeit in Wiesbaden ist. Alle leisten täglich einen wichtigen und entscheidenden Beitrag für die Menschen in unserer Stadtgesellschaft und für die Integration in Wiesbaden.“

Feier im Rathaus

Der offizielle Festakt zur Preisverleihung findet am Donnerstag, 28. Oktober, um 19:00 Uhr im Festsaal des Wiesbadener Rathauses statt. Die Auszeichnung für Integration  wird durch Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende (SPD) überreicht.

Im Rahmen der Feierstunde zum Integrationspreis erhält Dekasa e.V. zudem die Gelegenheit, das eigene Schaffen und die Vereinsarbeit zu präsentieren.

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