Feuerwehreinsätze
Unwetterfront fegt über Wiesbaden: Heftige Sturmböen entwurzeln mehrere Bäume
Es war die sprichwörtliche Ruhe vor dem Sturm. Nach einem drückend warmen Sommertag schlug das Wetter am späten Mittwochabend mit voller Wucht um. Eine gewaltige Unwetterfront walzte über die hessische Landeshauptstadt hinweg und brachte binnen Minuten peitschenden Starkregen, Blitzentladungen und orkanartige Sturmböen. Während der Himmel über Wiesbaden aufblitzte, heulten in zahlreichen Stadtteilen die Sirenen, die Einsatzkräfte der Feuerwehr wurden in einen kräftezehrenden Dauereinsatz gerufen.
Symbolfoto
Nach einem erneut heißen und drückenden Sommertag entlud sich die Hitze am Mittwochabend, 19. August, in einer kräftigen Unwetterfront über der hessischen Landeshauptstadt. Starkregen, Blitz und Donner sowie heftige Sturmböen zogen um etwa 20:30 Uhr über Wiesbaden hinweg. Umgestürzte Bäume, herabgefallene Äste und beschädigte Pkw sorgten für einen arbeitsintensiven Großeinsatz der Einsatzkräfte, bei dem die Berufsfeuerwehr durch zahlreiche Freiwillige Feuerwehren aus den Stadtteilen verstärkt werden musste.
Sturmböen knicken Bäume um – Autos und Straßenlaternen beschädigt
Die Unwetterzelle zog am Abend mit voller Wucht über das gesamte Stadtgebiet. Vor allem die kräftigen Böen richteten Schäden an. An zahlreichen Orten im Stadtgebiet brachen schwere Äste ab oder stürzten ganze Bäume auf Fahrbahnen und Gehwege.
In mehreren Fällen wurden geparkte Fahrzeuge unter den herabstürzenden Ästen begraben und beschädigt. Auch Straßenlaternen wurden durch die Wucht der umstürzenden Äste und Stämme in Mitleidenschaft gezogen.
Ein räumlicher Schwerpunkt lag im Kernstadtbereich, Einsatzstellen gab es jedoch im gesamten Stadtgebiet.
Spezielles Unwetterprogramm in der Leitstelle – 10 Freiwillige Feuerwehren alarmiert
Aufgrund der Vielzahl parallel eingehender Notrufe reagierte die Feuerwehr Wiesbaden sofort und verstärkte das Personal in der zentralen Leitstelle personell. Dort wurde auf ein spezielles Unwetterprogramm umgestellt, um die eingehenden Meldungen strukturiert nach Priorität und Gefahrenlage abzuarbeiten.
Um das enorme Einsatzaufkommen im Stadtgebiet schnell zu bewältigen, wurden insgesamt zehn Freiwillige Feuerwehren alarmiert:
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Biebrich
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Bierstadt
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Delkenheim
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Dotzheim
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Frauenstein
- Koshteim
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Rambach
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Schierstein
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Sonnenberg
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Stadtmitte
Zusätzlich war die Informations- und Kommunikationsgruppe (IuK) direkt in der Leitstelle im Einsatz, um die Koordination der zahlreichen Einheiten zu unterstützen. Die ehrenamtlichen Einsatzkräfte sicherten Gefahrenstellen ab, sägten Äste klein und räumten blockierte Straßen frei.
Motorkettensägen im Dauereinsatz
Die Einsatzkräfte beseitigten zahlreiche umgestürzte Bäume und größere Äste, die eine Gefahr oder ein Verkehrshindernis darstellten, insbesondere mithilfe von Motorkettensägen. In einigen Fällen beschränkten sich die Maßnahmen auf das Absperren des Gefahrenbereiches, da ein Arbeiten aufgrund der Dunkelheit und des anhaltenden Windes zu gefährlich war. Umgestürzte Bäume auf Privatgrundstücken fallen grundsätzlich nicht in den Aufgabenbereich der Feuerwehr, sofern von ihnen keine akute Gefahr ausgeht. In diesen Fällen sind die jeweiligen Eigentümerinnen und Eigentümer verantwortlich.
Für die Bewältigung der Unwettereinsätze wurden zahlreiche ehrenamtliche Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren alarmiert. Im Einsatz waren die Freiwilligen Feuerwehren aus Biebrich, Bierstadt, Delkenheim, Dotzheim, Frauenstein, Kostheim, Rambach, Schierstein, Sonnenberg und Stadtmitte.
37 Einsätze abgearbeitet – Lage am späten Abend beruhigt
Gegen 23:00 Uhr gab die Feuerwehr Wiesbaden schließlich Entwarnung. Die Wetterlage hatte sich beruhigt und die akuten Gefahrenstellen waren weitgehend gesichert. Insgesamt mussten im Stadtgebiet insgesamt 37 Einsatzstellen im Zusammenhang mit dem Sturm und den Unwetterschäden abgearbeitet werden.
Die ehrenamtlichen Kräfte der Freiwilligen Feuerwehren konnten nach ihrem engagierten Einsatz am späten Abend schrittweise wieder zu ihren Standorten einrücken.
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