Kriminalität
Doppelter Trick in Biebrich: Falscher Postbote täuscht Rohrbruch vor und klaut Schmuckschatulle
Ein unbekannter Mann hat sich am vergangenen Samstag unter dem Vorwand eines Wasserrohrbruchs Zugang zu einer Wohnung in Wiesbaden-Biebrich verschafft. Zuvor hatte er sich gegenüber einer Seniorin als Postbote ausgegeben. Der Täter stahl eine Schmuckschatulle und flüchtete.
Symbolfoto: Polizei-Beratung
Ein besonders perfider Trickdieb hat am Samstagmittag, 8. August, im Wiesbadener Stadtteil Biebrich zugeschlagen. Der Unbekannte kombinierte gleich zwei Betrugsmaschen. Zunächst gab er sich als Postbote aus, um ins Treppenhaus zu gelangen, und erfand kurz darauf einen angeblichen Wasserrohrbruch, um in die Wohnung einer Seniorin einzudringen. Dort stahl er eine wertvolle Schmuckschatulle.
Erst Paketzusteller, dann Notfall vorgetäuscht
Die Tat ereignete sich am Samstag im Zeitraum zwischen 11:00 und 12:00 Uhr in der Straße „Am Hohen Stein“. Der Täter klingelte an einem Mehrfamilienhaus und behauptete gegenüber einer älteren Dame, als Postbote eine Zustellung im Haus erledigen zu müssen.
Nachdem ihm die Hauseingangstür geöffnet worden war, wechselte der Mann die Masche. An der Wohnungstür der Seniorin tischte er die Geschichte auf, dass es in der Straße „Am Hohen Stein“ zu einem akuten Wasserrohrbruch gekommen sei und er die Leitungen in der Wohnung überprüfen müsse. In einem unbemerkten Moment nutzte der Kriminelle die Gutgläubigkeit der Bewohnerin aus, griff sich eine Schmuckschatulle und flüchtete anschließend unerkannt aus dem Gebäude.
Täterbeschreibung: Korpulenter Mann mit Hemd und Weste gesucht
Die Wiesbadener Polizei fahndet nach dem Trickdieb, der wie folgt beschrieben wird: Etwa 40 Jahre alt, circa 1,65 Meter groß und korpulente Statur. Der Täter sprach fließend und akzentfreies Deutsch und trug ein helles Langarmhemd, darüber eine Weste.
Wichtige Verhaltenstipps . Gesunde Skepsis an der Wohnungstür
Die Polizei nimmt den aktuellen Fall zum Anlass, um erneut eindringlich vor unangekündigten Dienstleistern und Handwerkern zu warnen:
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Keinen Zutritt gewähren: Lassen Sie Fremde niemals in Ihre Wohnung, wenn Sie diese nicht selbst angefordert haben oder der Besuch nicht offiziell durch Vermieter bzw. Hausverwaltung angekündigt wurde.
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Vor der Tür warten lassen: Verlangen Sie bei angeblichen Notfällen (wie Leitungsbrüchen), dass die Personen draußen warten. Rufen Sie selbst bei der Hausverwaltung, dem Hausmeister oder den Stadtwerken an, um die Angaben zu verifizieren.
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Keine falsche Höflichkeit: Echte Handwerker und Boten haben für Sicherheitsrückfragen stets Verständnis.
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Nachbarn alarmieren: Nutzen Sie Türspione, Sicherheitsketten oder ziehen Sie sofort Nachbarn hinzu.
Zeugen, die am Samstagmittag im Bereich der Straße Am Hohen Stein verdächtige Personen beobachtet haben, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0611 / 345-0 bei der Polizei Wiesbaden zu melden.
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