Anerkennung
Schulterschluss für Retter: So lief der 2. Internationale Marsch der Wertschätzung
Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr, Rettungsdiensten und Bundeswehr riskieren täglich viel, doch Anfeindungen gehören immer häufiger zum Alltag. Um ein unübersehbares Zeichen für Respekt, Dankbarkeit und Zusammenhalt zu setzen, machten sich über hundert Teilnehmer in Wiesbaden auf einen besonderen Weg durch die Landeshauptstadt.
Fotos: PSV Grün-Weiß Wiesbaden e.V.
Insgesamt 113 Teilnehmer aus Wiesbaden sowie dem Umland sind zusammengekommen, um beim 2. Internationalen Marsch der Wertschätzung ein klares Zeichen für Respekt, Zusammenhalt und gesellschaftliche Anerkennung zu setzen.
Die Solidaritätsbekundung richtete sich an die Angehörigen von Polizei, Bundeswehr, Rettungsdiensten, Technischem Hilfswerk (THW), Zoll und weiteren Hilfsorganisationen. Einige Bürger nahmen für die Teilnahme sogar anreiseintensive Wege aus Duisburg und Weil am Rhein auf sich.
Organisation und städtische Würdigung
Als Ausrichter fungierte erneut der Polizei-Sport-Verein Grün-Weiß Wiesbaden e.V. (PSV), der mit der Ausgestaltung der Veranstaltung sein dauerhaftes Engagement für ein wertschätzendes Miteinander unterstrich. Zur Eröffnung richtete Stadträtin Helga Tomaschky-Fritz (SPD) in Vertretung des Oberbürgermeisters ein Grußwort an die Anwesenden.
In ihrer Ansprache hob sie die Relevanz von Formaten hervor, die gesellschaftliche Verbindungen schaffen, positive Akzente setzen sowie die Dankbarkeit der Stadt gegenüber dem Einsatz der Teilnehmer und des ausrichtenden Vereins ausdrücken.
Appell gegen Gewalt an Rettungskräften
PSV-Präsident Arno Reinemer griff in seinen Begrüßungsworten eine Videobotschaft von Innenminister Prof. Dr. Roman Poseck (CDU) auf. Er verwies auf die inakzeptable Entwicklung, dass Einsatz- und Hilfskräfte im Dienst immer häufiger Ziel von Übergriffen werden.
Hier liege es in der Verantwortung von Politik und Zivilgesellschaft, gegenzusteuern. Der Polizei-Sport-Verein Grün-Weiß Wiesbaden setze sich seit mehr als einem Jahrhundert für ein intaktes Verhältnis zwischen Bürgerschaft und Polizei ein und habe daher gerne den Rahmen geboten, um auf der Straße für Respekt gegenüber den Einsatzkräften zu demonstrieren.
Etappen der Marschroute
Der Marschleiter Peter Potzmann, der sowohl dem projektleitenden Verein „Veteranenkultur e.V.“ angehört als auch die Abteilung Wandern beim PSV leitet, wies die Anwesenden vor dem Start ausdrücklich auf die geltende Waldbrand-Warnstufe 5 und die entsprechenden Vorsichtsmaßregeln hin.
Die von ihm konzipierte, 11,5 Kilometer lange Wegstrecke nahm ihren Anfang am Vereinsheim des PSV in der Hollerbornstraße. Von dort aus verlief die Route zur DRK-Rettungswache des Kreisverbandes Wiesbaden samt Jugendrotkreuz, vorbei an der Hochschule für öffentliches Management und Sicherheit (HöMS), dem Fledermausstollen, dem Wurftaubenclub Wiesbaden e.V. sowie dem Rheinblick Golf Course bis zur 1. Reservistenkameradschaft Wiesbaden, wo eine Rast eingelegt wurde.
Ausklang
Der Rückweg des Marschs der Wertschätzung führte die Gruppe über die Dotzheimer Kerb, wo zeitgleich der traditionelle Festumzug stattfand, zurück zum Ausgangspunkt an der Hollerbornstraße. Im Vereinsheim des Polizeiusportvereins Wiesbaden bot sich im Anschluss bei Erfrischungen Raum für persönliche Begegnungen und fachlichen Austausch.
Die Veranstaltung für Respekt für Einsatzkräfte verfolgte zudem ein karitatives Ziel: Der überwiegende Teil der eingenommenen Startgelder wird als Spende an die Initiative amitumkids.de übergeben.
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Polizisten, Rettungskräfte und Feuerwehrleute riskieren täglich ihre Gesundheit für die Allgemeinheit, sehen sich im […]

