Gewalttat
Hilflose Person gerettet: Nachbar beschimpft und behindert Einsatzkräfte in Wiesbaden
Unfassbares Verhalten während eines Rettungseinsatzes in Wiesbaden. Als die Feuerwehr am Freitagabend eine Wohnungstür für eine Person in hilfloser Lage öffnen musste, wurde die Arbeit der Retter massiv gestört. Ein Nachbar behinderte die Einsatzkräfte und bewarf sie mit unangebrachten Beleidigungen. Erst als die Polizei mit dem Gewahrsam drohte, kehrte Ruhe ein – die gerettete Person kam ins Krankenhaus.
Symbolfoto
Ein medizinischer Notfall in der Hellmundstraße im Wiesbadener Westend forderte am Freitagabend, 31. Juli, um etwa 21:40 Uhr das Ausrücken eines Rettungswagens. Da sich in einer Wohnung eine Person in einer hilflosen Lage befand und nicht mehr selbstständig öffnen konnte, wurde die Feuerwehr zur Türöffnung alarmiert.
Während die Feuerwehrleute versuchten, sich schnellstmöglich Zugang zu der Wohnung zu verschaffen, um dem Betroffenen zu helfen, kam es zu einem völlig unnötigen und aggressiven Zwischenfall im Flur des Mehrfamilienhauses.
Mann beschimpft Retter und behindert die Arbeit
Ein 64-jähriger Anwohner, der im selben Stockwerk wohnt, trat den Rettungskräften unvermittelt gegenüber. Statt die Helfer ungestört arbeiten zu lassen, fing der Mann an, den Einsatz aktiv zu behindern. Damit nicht genug: Er überschüttete die Feuerwehrleute vor Ort mit unsachlichen und ehrverletzenden Beleidigungen.
Erst als eine hinzugerufene Streife der Polizei vor Ort eintraf und dem aggressiven Störer die kurzfristige Ingewahrsamnahme androhte, zog sich der 64-Jährige schließlich zähneknirschend in seine eigene Wohnung zurück.
Person im Krankenhaus – Strafverfahren eingeleitet
Nachdem die Störung unterbunden war, konnte die Feuerwehr die Tür vollends öffnen. Die hilflose Person wurde umgehend vom Rettungsdienst erstversorgt und anschließend zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.
Für den 64-jährigen Nachbarn hat sein Verhalten nun handfeste juristische Konsequenzen: Die Polizei hat ein Ermittlungsverfahren wegen Beleidigung zum Nachteil von Einsatzkräften eingeleitet.
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