Visuelles Gedächtnis

Wiesbaden im Fokus: Stadtarchiv schickt Fotografen auf Zeitreise-Mission

Das Erscheinungsbild der Landeshauptstadt verändert sich ständig und genau deshalb zieht in den kommenden Monaten ein Beobachter mit Fotoausrüstung durch die Straßen. Was genau hinter den Streifzügen von Gebäude zu Gebäude in Wiesbaden steckt, welche strengen Schutzrechte dabei eingehalten werden und wo die Aufnahmen für kommende Generationen verwahrt werden, lesen Sie hier.

Von: |Erschienen am: 22. Juli 2026 18:13|

Symbolfoto: Sven Severing

Um das gegenwärtige Erscheinungsbild der hessischen Landeshauptstadt für spätere Generationen dauerhaft zu konservieren, startet das Stadtarchiv Wiesbaden ein umfangreiches Fotoprojekt.

In den kommenden Monaten wird ein Mitarbeiter der Institution im gesamten Stadtgebiet unterwegs sein, um prägende Bauwerke, Belebungspunkte sowie von Veränderungen geprägte Straßen und Plätze systematisch im Bild festzuhalten.

Gesetzlicher Auftrag

Die Bilddokumentation zählt zu den zentralen, im Statut verankerten Pflichten der städtischen Einrichtung. „Damit erfüllen wir einen wichtigen dokumentarischen Auftrag aus der Archivsatzung der Landeshauptstadt Wiesbaden“, sagt Dr. Peter Quadflieg, Leiter des Stadtarchivs.

Klare Vorgaben beim Datenschutz

Bei den Streifzügen durch die Stadt stehen rechtliche Bestimmungen und der Schutz der Privatsphäre an oberster Stelle. Der Leiter des Stadtarchivs betonte weiter: „Es werden dabei selbstverständlich alle gesetzlichen Regelungen eingehalten.“

Grundlage der Aufnahmen bildet die gesetzlich definierte Panoramafreiheit gemäß Paragraf 59 des Urheberrechtsgesetzes. Sämtliche Fotografien entstehen ausschließlich von frei zugänglichen Straßen, Wegen oder öffentlichen Flächen aus. Erfasst werden zudem rein die Außenansichten von Gebäuden und Straßenzügen. Passanten werden nicht gezielt abgelichtet. Das Recht am eigenen Bild nach Paragraf 22 des Kunsturhebergesetzes bleibt konsequent gewahrt.

Verwahrung im Archiv und Kontakt

Nach Abschluss der Arbeiten zur Erfassung des Stadtbilds wandern die Aufnahmen in den Bestand des Stadtarchivs am Standort „Im Rad 42“. Dort greifen die vorgesehenen Schutz- und Aufbewahrungsfristen nach der städtischen Archivsatzung sowie dem Hessischen Archivgesetz (HArchivG).

Wiesbadener Bürger, die Fragen zum laufenden Projekt haben, können sich per E-Mail an anfragen-stadtarchiv@wiesbaden.de oder telefonisch unter 0611 / 313022 an das Stadtarchiv wenden.

P.S.: Sind Sie bei Facebook? Dann werden Sie Fan von Wiesbadenaktuell.de und folgen Sie uns auch auf Instagram sowie auf Threads!