Feuerwehreinsatz

Brennendes Elektroauto in Naurod blockiert Fluchtweg – Familie über Drehleiter gerettet!

Nächtlicher Albtraum im Wiesbadener Stadtteil Naurod. Am frühen Freitagmorgen geriet ein Elektrofahrzeug direkt neben dem Eingang eines Mehrfamilienhauses in Brand. Weil dichter Qualm und Flammen den Hausbewohnern den Fluchtweg abschnitten, kam es zu dramatischen Szenen. Dank des mutigen Eingreifens von Nachbarn und eines Großaufgebots der Feuerwehr konnten alle Bewohner – teils über Leitern – unverletzt gerettet werden.

Von: |Erschienen am: 17. Juli 2026 08:40|

Foto: Feuerwehr Wiesbaden

Es war mitten in der Nacht, als die Bewohner der Fondetter Straße in Wiesbaden-Naurod jäh aus dem Schlaf gerissen wurden. Um etwa 3:45 Uhr am Freitagmorgen, 17. Juli, bemerkten Anwohner ein lichterloh brennendes Auto direkt vor einem Mehrfamilienhaus und wählten den Notruf.

Da das brennende Fahrzeug unmittelbar neben dem Hauseingang stand, war der primäre Fluchtweg für die Menschen im Gebäude komplett abgeschnitten. Aufgrund der akuten Lebensgefahr alarmierte die Zentrale Leitstelle sofort einen Löschzug der Berufsfeuerwehr Wiesbaden, die Freiwilligen Wehren aus Naurod und Auringen sowie den Rettungsdienst.

Beherzte Nachbarn eilen zur Hilfe – Rettung über Handwerkerleiter

Noch vor dem Eintreffen der ersten Rettungskräfte zeigten Nachbarn unerschrockene Zivilcourage. Sie erkannten die lebensgefährliche Lage einer Bewohnerin im Erdgeschoss, organisierten kurzerhand eine private Handwerkerleiter und halfen der Frau über das Fenster glücklich im letzten Moment ins Freie.

Als die ersten Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr Naurod an der Einsatzstelle eintrafen, stand das Elektrofahrzeug bereits im Vollbrand. Während dichter Rauch aufstieg, machten sich die Bewohner der Dachgeschosswohnung am Fenster bemerkbar – für sie gab es durch das verqualmte Treppenhaus kein Entkommen mehr.

Familie mit Drehleiter aus dem Dachgeschoss evakuiert

Die Feuerwehr reagierte blitzschnell und leitete eine zweigleisige Strategie ein. Ein Trupp unter schwerem Atemschutz begann sofort mit der Brandbekämpfung, um ein Übergreifen der Flammen auf das Wohngebäude zu verhindern. Parallel dazu bauten die Einsatzkräfte eine tragbare Leiter auf, um die im Dachgeschoss gefangene Familie zunächst am Fenster zu sichern.

Kurz darauf traf die Drehleiter der Berufsfeuerwehr ein. Die Einsatzkräfte fuhren den Rettungskorb präzise zum Dachgeschossfenster hinauf und brachten die Familie sicher und wohlbehalten auf den Boden zurück.

Elektroauto-Akku durch Hitze beschädigt

Das Feuer selbst konnte von den Wehrleuten innerhalb weniger Minuten unter Kontrolle gebracht und gelöscht werden. Bei dem brennenden Wagen handelte es sich um ein Elektrofahrzeug. Nach ersten Erkenntnissen war die sensible Hochvoltbatterie (Akku) zwar nicht direkt vom Brand betroffen, wurde jedoch durch die enorme Hitzeeinwirkung beschädigt.

Um jegliche Gefahr einer nachträglichen Entzündung auszuschließen, wurde ein spezielles Abschleppunternehmen angefordert. Das Wrack wurde behutsam vom Gebäude weggezogen, verladen und an einen geeigneten, sicheren Abstellort abtransportiert.

Bilanz des nächtlichen Einsatzes in Naurod

Dank des extrem schnellen Eingreifens der Brandbekämpfer und des umsichtigen, mutigen Handelns der Nachbarschaft grenzt es an ein Wunder, dass bei diesem dramatischen Vorfall niemand verletzt wurde. Auch das Wohngebäude blieb vor den Flammen geschützt.

Insgesamt waren rund 35 Einsatzkräfte der Feuerwehr Wiesbaden (Berufsfeuerwehr sowie die Freiwilligen Wehren Naurod und Auringen), sechs Kräfte des Rettungsdienstes und die Landespolizei vor Ort im Einsatz. Die Ermittlungen zur Brandursache wurden aufgenommen.

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