Verkehrsunfall / Kriminalität
Crash auf der B43 mit Diebesgut: Unfall-Fahrer rammt Linienbus mit gestohlenem Auto aus Wiesbaden und flüchtet
Kuriose Entdeckung nach einem Verkehrsunfall in der Nacht zu Montag. Auf der Bundesstraße 43 kollidierte ein Pkw mit einem Linienbus. Als der Busfahrer stoppte, war der Unfallgegner bereits spurlos verschwunden. Die herbeigerufene Polizei staunte bei der Unfallaufnahme nicht schlecht. Sowohl das verlassene Unfallauto als auch die daran angebrachten Kennzeichen waren wenige Tage zuvor in Wiesbaden gestohlen worden. Die Polizei sucht nun nach dem flüchtigen Fahrer.
Symbolfoto
Ein vermeintlich klassischer Auffahrunfall hat sich in der Nacht von Sonntag auf Montag, 12. auf 13. Juli, zu einem waschechten Kriminalfall entwickelt. Gegen 00:45 Uhr war ein 57 Jahre alter Busfahrer mit einem Linienbus auf der B43 vom Frankfurter Flughafen kommend in Fahrtrichtung Frankfurt am Main unterwegs. Kurz vor dem sogenannten Südkreisel spürte der Fahrer plötzlich einen heftigen Ruck, woraufhin das Heck seines Gelenkbusses gefährlich ins Schlingern geriet.
Fahrer flüchtet trotz ausgelöster Airbags von der Unfallstelle
Der 57-Jährige reagierte besonnen, brachte den tonnenschweren Bus umgehend am Fahrbahnrand zum Stehen und stieg aus, um nach dem Rechten zu sehen. Am Heck des Busses entdeckte er sofort einen frischen, massiven Unfallschaden. Nur wenige Meter hinter dem Linienbus machten die Zeugen die Ursache aus. Dort stand ein schwer beschädigtes Auto, bei dem durch die Wucht des Aufpralls bereits die Airbags ausgelöst hatten.
Doch von dem Fahrer oder potenziellen Insassen fehlte jede Spur. Der Unfallverursacher hatte das demolierte Wrack einfach auf der Bundesstraße zurückgelassen und die Flucht ergriffen.
Doppelte Diebestour in Wiesbaden: Auto und Kennzeichen geklaut
Die kurz darauf eintreffenden Polizeibeamten nahmen den verlassenen Pkw genauer unter die Lupe – und stießen schnell auf Ungereimtheiten. Bei einer ersten Überprüfung stellte sich heraus, dass die am Auto montierten Nummernschilder überhaupt nicht zu dem betroffenen Fahrzeugmodell passten. Eine detaillierte Halter- und Fahndungsabfrage brachte schließlich die ganze Wahrheit ans Licht. Das verlassene Unfallauto und die Kennzeichen stammten aus einer kriminellen Serie in der Landeshauptstadt. Der Pkw war in der Woche zuvor, im Zeitraum vom 7. bis zum 8. Juli, in der Boelckestraße in Kastel entwendet worden.
Die Schilder wurden im exakt gleichen Zeitraum (7. bis 8. Juli) ebenfalls in Wiesbaden geklaut – allerdings in der Brunhildenstraße (Südost).
Ermittlungen laufen auf Hochtouren
Der Linienbus und das verlassene Fluchtfahrzeug wurden für die weitere Spurensicherung polizeilich erfasst; das Diebesgut wurde sichergestellt. Die Polizei hat umfangreiche Ermittlungen sowohl zum genauen Unfallhergang auf der B43 als auch zu den Diebstählen des Autos und der Kennzeichen in Wiesbaden aufgenommen. Die Beamten hoffen nun unter anderem auf Spuren im Innenraum des Fahrzeugs, um den flüchtigen Fahrer zu identifizieren.
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