Sozialer Zusammenhalt
Finanzspritze für den Stadtteil-Treff: Zonta Club sichert Zukunft des Frauenfrühstücks
Nachdem die staatlichen Fördergelder Ende vergangenen Jahres komplett ausliefen, stand eine über Jahre gewachsene soziale Institution für Frauen auf dem Gräselberg in Wiesbaden vor dem plötzlichen Aus. Eine großzügige Zuwendung sorgt nun mitten im Sommer für die Rettung des beliebten Treffpunkts im Stadtteilladen. Wie die Existenz des nachbarschaftlichen Frühstücksangebots für das kommende Jahr gesichert werden konnte und welche Pläne die engagierten Macherinnen jetzt verfolgen, lesen Sie hier.
Foto: Stadt Wiesbaden
Eine Zuwendung des Zonta Clubs Wiesbaden sichert das Fortbestehen des ehrenamtlich geleiteten Frauenfrühstücks auf dem Gräselberg. Die Organisation unterstützt das nachbarschaftliche Projekt mit einer Summe von 1.000 Euro, womit der Betrieb für rund ein weiteres Jahr gewährleistet ist.
Am Freitag, 10. Juli, fand die feierliche Übergabe der Mittel im Stadtteilladen „Treffpunkt aktiv“ im Klagenfurter Ring 82 statt. Wiesbadens Sozialdezernentin Dr. Patricia Becher (SPD) sprach der spendenden Organisation im Namen der Stadt ihren Dank aus.
Anschlussfinanzierung nach Auslaufen staatlicher Mittel
In der Vergangenheit sicherten staatliche Gelder aus den Bundesprogrammen „Soziale Stadt“ und „Sozialer Zusammenhalt“ die Finanzierung des regelmäßigen Angebots. Da diese Unterstützung jedoch zum Ende des Jahres 2025 auslief, suchten die Beteiligten intensiv nach neuen Wegen, um den wichtigen Treffpunkt für die Bewohnerinnen des Quartiers aufrechtzuerhalten.
Die offizielle Scheckübergabe erfolgte durch die Zonta-Präsidentin Miriam Weinandi an die ehrenamtliche Leiterin der Gruppe, Corina Schelling, gefolgt von einem gemeinsamen Austausch in geselliger Runde.
Bedeutung für das soziale Miteinander
Die hohe Relevanz verlässlicher lokaler Anlaufstellen hob auch die Dezernentin hervor. Dr. Becher erklärte dazu: „Das Frauenfrühstück auf dem Gräselberg zeigt, wie wichtig verlässliche Orte im Stadtteil sind. Hier entsteht Kontakt nicht abstrakt, sondern ganz praktisch:
Man kennt sich, fragt nach, bekommt etwas mit und bleibt miteinander verbunden. Genau solche Angebote machen einen Stadtteil lebendig und stärken Menschen im Alltag“.
Anerkennung für das ehrenamtliche Engagement
Die Sozialdezernentin betonte bezüglich des Projekts weiter: „Ich danke dem Zonta Club Wiesbaden für die Spende und Corina Schelling für ihr großes ehrenamtliches Engagement.“ Auch vonseiten des Service-Clubs wird der Wert der Initiative nachhaltig unterstrichen. Miriam Weinandi, Präsidentin des Zonta Club Wiesbaden, hob hervor:
„Zonta setzt sich weltweit für die Stärkung von Frauen und Mädchen ein, deshalb war es uns wichtig, ein Projekt zu unterstützen, das Frauen unmittelbar erreicht. Das Frauenfrühstück ist kein einmaliges Angebot, sondern ein fester Treffpunkt, der aus der Eigeninitiative der Frauen selbst über Jahre gewachsen ist und genau das leistet“.
Planungssicherheit für die kommenden Monate
Für die organisatorische Leitung bedeutet die Zuwendung von Zonta vor allem eine große Entlastung im praktischen Ablauf. Corina Schelling, ehrenamtliche Koordinatorin der Frauenfrühstücksgruppe Gräselberg, sagte: „Damit das Frühstück regelmäßig stattfinden kann, braucht es viele kleine Schritte: einkaufen, vorbereiten, einladen, nachfragen und schauen, was die Frauen gerade brauchen. Dass wir durch die Spende Planungssicherheit für die nächsten Monate haben, hilft uns sehr“.
Das etablierte Angebot im Stadtteilladen Gräselberg bietet lokalen Frauen weiterhin die Gelegenheit zum regelmäßigen Dialog und zur Netzwerkpflege, wobei weiterführende Details auf den offiziellen Onlineseiten der Landeshauptstadt Wiesbaden abrufbar sind.
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