Elsässer Platz

Vom Parkplatz zur Naturoase: Baustellen-Rundgang zeigt das neue Gesicht des Westends

Wo vor Kurzem noch zahlreiche Fahrzeuge auf einer komplett versiegelten Fläche standen, nimmt der neue Elsässer Park im dicht besiedelten Westend immer deutlicher Gestalt an. Bei einer gemeinsamen Begehung gaben die Verantwortlichen jetzt einen exklusiven Einblick in den aktuellen Arbeitsstand der großen Freianlage. Während wichtige Meilensteine unter der Erde bereits fertiggestellt sind, versprechen die kommenden Monate oberirdisch eine Verwandlung, die sogar bundesweit für großes Aufsehen sorgt. Doch bis zur endgültigen Eröffnung im Quartier müssen noch entscheidende Schritte folgen.

Von: |Erschienen am: 10. Juli 2026 15:45|

Fotos: Stadt Wiesbaden

Die Umgestaltung der einstigen Parkplatzfläche am Elsässer Platz schreitet erfolgreich voran. Im Rahmen einer Begehung vor Ort informierte Bürgermeisterin Christiane Hinninger (Bündnis 90/Die Grünen) zusammen mit Vertretern des städtischen Grünflächenamtes über das aktuelle Geschehen auf der Großbaustelle.

Derzeit laufen alle baulichen Maßnahmen ohne Verzögerungen ab und der ambitionierte Zeitplan kann eingehalten werden.

Ein Vorbild für moderne Stadtentwicklung

Die Dezernentin hob das enorme Potenzial des neuen Areals für das dicht besiedelte Quartier hervor: „Es ist gut zu erkennen, welche Qualität der Elsässer Park für das Westend haben wird. Aus einem Parkplatz entsteht ein Ort für Begegnung, Erholung und Klimaanpassung. Dieser Park ist ein Beispiel dafür, wie moderne Stadtentwicklung, Klimaanpassung und Bürgerbeteiligung erfolgreich zusammenwirken können.“

Fertigstellung für den Herbst avisiert

Hinninger betonte hinsichtlich des zeitlichen Rahmens weiter: „Dass wir mit den Bauarbeiten im Zeitplan liegen, ist bei einem so komplexen Projekt keine Selbstverständlichkeit. Im Herbst werden die letzten Pflanzungen vorgenommen. Dann ist der Park fertig.“

Die Metamorphose des ehemals stark asphaltierten Areals zu einer grünen Lunge gilt als eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte Wiesbadens im Bereich des Umweltschutzes. Das Konzept sieht vor, den Anwohnern neue Aufenthaltsqualitäten sowie Freizeitmöglichkeiten zu bieten und gleichzeitig ein intelligentes System zur Regenwasserversickerung zu etablieren. Lokale Initiativen und Bürger hatten vorab die Gelegenheit, das Vorhaben durch eigene Anregungen aktiv mitzugestalten.

Erste Meilensteine bereits erreicht

Einige Kernbereiche der Infrastruktur wurden bereits erfolgreich abgeschlossen. Dazu zählen eine unterirdische Zisterne mit einem Fassungsvermögen von 200 Kubikmetern, ein neuer Fußweg, eine barrierefreie Haltestelle für Busse sowie optimierte Verkehrsflächen für den Rad- und Autoverkehr. Zudem säumen bereits sieben neu gepflanzte Großbäume die Klarenthaler Straße.

Während auf dem künftigen Spielplatz die Geräte zwar montiert, aber noch abgesperrt sind, konzentrieren sich die Arbeiten aktuell auf das neue Technikgebäude inklusive öffentlicher Toiletten. Gleichzeitig nehmen das geplante Fontänenfeld und der umliegende Platz, die später als zentrales Forum dienen sollen, deutliche Konturen an.

Bundesweite Aufmerksamkeit für das Klimaprojekt

Nach der offiziellen Freigabe soll der Park durch Schattenzonen, großzügige Entsiegelungen und neue Bepflanzungen das Mikroklima im Viertel spürbar entlasten. Das vorausschauende Wassermanagement und die neuen Grünzonen sind maßgebliche Bausteine zur Bewältigung urbaner Hitzeinseln.

Dieses wegweisende Konzept zur Klimaanpassung sorgt mittlerweile auch auf nationaler Ebene für Aufsehen: Die Grünfläche im Wiesbadener Westend ist für den renommierten Bundespreis „Blauer Kompass“ nominiert worden, mit dem herausragende lokale Lösungen der Stadtentwicklung zur Bewältigung der Klimafolgen ausgezeichnet werden.

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