Kriminalität
Skrupellose Grabschänder auf dem Südfriedhof: Über 100 Gräber verwüstet – Buntmetall-Bande stiehlt Grabschmuck!
Fassungslosigkeit und tiefe Bestürzung auf dem Wiesbadener Südfriedhof. In der vergangenen Woche ist eine mutmaßlich bandenmäßig organisierte Gruppe von Buntmetalldieben über das Gelände hergefallen. Die Täter gingen dabei mit extremer Brutalität vor, plünderten systematisch den Grabschmuck und hinterließen an weit mehr als einhundert Ruhestätten eine Spur der Verwüstung. Das städtische Grünflächenamt hat bereits die Polizei eingeschaltet und bittet betroffene Angehörige dringend darum, die Gräber vor Ort zu kontrollieren.
Symbolfoto
Es ist eine Tat, die an Respektlosigkeit kaum zu überbieten ist. Zielgerichteter Metalldiebstahl und massive Sachbeschädigung überschatten das Gedenken auf dem zentralen Wiesbadener Südfriedhof am Siegfriedring 25. Nach ersten Erkenntnissen der Verwaltung nutzten die Kriminellen den Schutz der Dunkelheit in der vergangenen Woche, um im oberen östlichen Teil des Friedhofsgeländes zuzuschlagen. Die Ermittler gehen derzeit davon aus, dass es sich um professionelle Täter handelt, die es gezielt auf den Diebstahl von wertvollen Buntmetallen abgesehen hatten.
Brutales Vorgehen – Buchstaben herausgerissen, Grabsteine demoliert
Die Skrupellosigkeit der Bande spiegelt sich im Zustand der betroffenen Areale wider. Die Diebe montierten nicht nur lose Gegenstände ab, sondern rissen mit roher Gewalt fest verankerte Metallbuchstaben, Kreuze und filigrane Verzierungen direkt von den Grabsteinen.
Doch damit nicht genug: Auf ihrer Suche nach Beute zerstörten die Täter mutwillig liebevoll gestaltete Dekorationen, rissen Blumen und Pflanzen aus den Beeten und beschädigten viele der teils historischen Grabsteine schwer.
Über 100 Grabstellen betroffen – Diese Abteilungen sollten Sie prüfen
Das Ausmaß der Verwüstung ist enorm. Nach einer ersten Bestandsaufnahme des Grünflächenamts sind mehr als einhundert Grabstellen von den Diebstählen und Beschädigungen betroffen. Die Schäden konzentrieren sich auf folgende spezifische Bereiche des Friedhofs. Abteilungen: E30, E32, U13, U18, U19, U20, U21 und U22.
Die Stadt Wiesbaden empfiehlt allen Angehörigen, deren Mitmenschen in diesen Abschnitten ihre letzte Ruhe gefunden haben, die Gräber zeitnah persönlich zu überprüfen. Sollten Beschädigungen oder Diebstähle festgestellt werden, wird dringend geraten, eigenständig eine Strafanzeige gegen Unbekannt bei der Polizei einzureichen.
Erhöhte Wachsamkeit auf allen Wiesbadener Friedhöfen
Das Grünflächenamt hat die Wiesbadener Polizei umgehend über den Vorfall in Kenntnis gesetzt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der städtischen Friedhöfe wurden für das Thema intensiv sensibilisiert und patrouillieren ab sofort mit deutlich erhöhter Aufmerksamkeit auf den Geländen.
Gleichzeitig sind die Behörden auf die Mithilfe der Bevölkerung angewiesen: Besucherinnen und Besucher aller Friedhöfe im Stadtgebiet werden gebeten, die Augen offenzuhalten. Wer verdächtige Personen bemerkt, die sich unbefugt an Grabstätten zu schaffen machen oder Werkzeuge bei sich tragen, sollte ohne Zögern sofort den Notruf der Polizei oder das Ordnungsamt verständigen.
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