Infrastruktur
Digital-Offensive in Wiesbaden: Millioneninvestitionen – Telekom, Vodafone und OXG teilen sich die Stadtteile auf
Die Landeshauptstadt Wiesbaden drückt beim digitalen Turbo weiter aufs Gaspedal. Mit einem symbolischen Spatenstich in Dotzheim wurde am Dienstag der nächste große Meilenstein für das städtische Glasfasernetz gesetzt. Das Telekommunikationsunternehmen OXG startet eine Riesen-Offensive und will rund 70.000 Haushalte mit superschnellem Internet versorgen. Damit entbrennt in der Landeshauptstadt ein echter Wettbewerb der Netzanbieter – zum Vorteil der Bürger.
Symbolfoto
Schnelles und stabiles Internet ist heute längst kein Luxus mehr, sondern harte Realität für den Alltag von Familien, Firmen, Schulen und der Verwaltung. Umso wichtiger ist das Signal, das am Dienstag, 7. Juli, vom Dotzheimer Kerbeplatz ausging. Dort gaben Vertreter der Stadt Wiesbaden und der OXG Glasfaser GmbH den offiziellen Startschuss für die nächste Ausbauwelle.
Wiesbadens Bürgermeisterin und Wirtschaftsdezernentin Christiane Hinninger (Die Grünen) betonte vor Ort die Wichtigkeit des Projekts: „In Wiesbaden findet der Ausbau durch mehrere Telekommunikationsunternehmen statt, damit alle Bürgerinnen und Bürger und alle Unternehmen einen Glasfaseranschluss bekommen können. Das Engagement mehrerer Unternehmen zeigt, dass Wiesbaden für sie attraktiv ist.“
Großer Fokus auf den Westen – 15.000 Adressen im Visier
Die rechtliche Grundlage für die aktuelle Offensive wurde bereits Anfang des Jahres mit einer Kooperationsvereinbarung zwischen dem Magistrat und OXG besiegelt. Das Unternehmen hat angekündigt, rund 15.000 Adressen und damit rund 70.000 Haushalte in Wiesbaden fit für die Gigabit-Zukunft zu machen. Der räumliche Schwerpunkt von OXG liegt dabei vor allem in den westlichen Stadtteilen der Landeshauptstadt.
Der große Überblick – Welcher Anbieter baut wo aus?
Da die Stadt auf einen gesunden Wettbewerb setzt, teilen sich aktuell mehrere namhafte Player das Wiesbadener Stadtgebiet auf:
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OXG Glasfaser: Fokussiert sich primär auf die westlichen Stadtteile (Start in Dotzheim).
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Vodafone / Meridiam Glasfaser: Treibt den Ausbau derzeit mit Hochdruck in den östlichen Vororten voran. Betroffen sind hier: Auringen, Breckenheim, Delkenheim, Erbenheim, Heßloch, Igstadt, Medenbach, Naurod und Nordenstadt.
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Deutsche Telekom: Erschließt bereits seit 2025 sukzessive weite Bereiche der Wiesbadener Innenstadt und plant derzeit fest die nächsten Ausbaugebiete.
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WiTCOM GmbH: Die städtische Tochtergesellschaft hat bereits ganze Arbeit geleistet und in allen Wiesbadener Gewerbegebieten eine flächendeckende Glasfaserinfrastruktur für ansässige Unternehmen geschaffen.
Status quo – Erst ein Viertel der Haushalte am Turbo-Netz
Dass der Ausbau dringend notwendig ist, zeigt ein Blick in die offiziellen Daten. Laut dem Gigabit-Grundbuch der Bundesnetzagentur sind in Wiesbaden aktuell rund 25 Prozent der Privathaushalte mit echten FTTH-Anschlüssen (Fiber to the home – Glasfaser direkt bis in die Wohnung) versorgt, die Geschwindigkeiten von mehr als 1.000 Megabit pro Sekunde liefern.
Ein wichtiger Aspekt für die Steuerzahler: Der gesamte Glasfaserausbau erfolgt in Wiesbaden bislang ausschließlich eigenwirtschaftlich. Das bedeutet, dass die Unternehmen komplett ohne finanzielle Zuschüsse der öffentlichen Hand investieren. Der Magistrat der Stadt begleitet den Prozess jedoch aktiv – unter anderem durch eine beschleunigte und zügige Bearbeitung der notwendigen behördlichen Genehmigungsverfahren. Die Landeshauptstadt selbst tritt dabei übrigens nicht als Anbieterin auf und spricht auch ausdrücklich keine Empfehlungen für bestimmte Telekommunikationsunternehmen aus.
Wer wissen möchte, welcher Anbieter in der eigenen Straße buddelt oder den Ausbau plant, findet eine detaillierte Übersicht online unter: www.wiesbaden.de/wirtschaft/wirtschaftsstandort/infrastruktur-glasfaserausbau.
Mehr aktuelle Meldungen und Verkehrsberichte für die Landeshauptstadt finden Sie täglich in unseren verschiedenen Rubrik auf Wiesbadenaktuell.de.
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InfoBox
Der Glasfaserausbau kompakt auf einen Blick:
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Was: Symbolischer Spatenstich für die nächste Ausbauwelle.
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Wer baut aus: OXG Glasfaser erschließt rund 15.000 Adressen / 70.000 Haushalte.
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Wo: Schwerpunkt von OXG im Wiesbadener Westen (Spatenstich in Dotzheim).
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Andere Regionen: Vodafone/Meridiam im Osten (Auringen, Breckenheim, Erbenheim etc.); Deutsche Telekom in der Innenstadt; WiTCOM in den Gewerbegebieten.
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Aktueller Stand: Rund 25 % der Wiesbadener Haushalte verfügen aktuell über FTTH-Glasfaser (1000 Mbit/).
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Finanzierung: Zu 100 % eigenwirtschaftlich durch die Unternehmen – ohne Steuergelder.


