Projekt
Für ein sicheres Miteinander im Freibad Kleinfeldchen: Awareness-Teams und Aktion „Luisa ist hier!“ starten in den Sommerferien
Ein entspannter und respektvoller Freibadbesuch für alle: Während der gesamten Sommerferien sind im Wiesbadener Freibad Kleinfeldchen sogenannte „Awareness-Teams“ im Einsatz. Die Teams des Vereins Mobile Jugendarbeit werben vor Ort für einen respektvollen Umgang unter den Badegästen und bieten Betroffenen von Grenzüberschreitungen schnelle, diskrete Hilfe. Gleichzeitig wird die bekannte Schutz-Kampagne „Luisa ist hier!“ fest im Bad verankert.
Foto: mattiaqua
Im Wiesbadener Freibad Kleinfeldchen setzt der städtische Bäderbetrieb mattiaqua in den Sommerferien auf mehr Achtsamkeit, Respekt und Unterstützung: An allen Wochenenden bis einschließlich Sonntag, 9. August, sind dort jeweils von 12:00 bis 18:00 Uhr sogenannte Awareness-Teams im Einsatz. Sie sollen für ein sicheres und respektvolles Miteinander im Schwimmbad sorgen und zugleich auf die Hilfsangebote der Kampagne „Luisa ist hier!“ aufmerksam machen. Zu erkennen sind die Ansprechpartner unkompliziert an ihren weißen T-Shirts und lila Westen.
Schnelle Hilfe bei Grenzüberschreitungen – „Ist Luisa hier?“
Ob verbale Beleidigungen, unangenehme Blicke oder andere übergriffige Situationen – die Awareness-Teams nehmen jede Situation ernst. Ein zentraler Baustein der Präventionsarbeit im Freibad ist die bundesweite Kampagne „Luisa ist hier!“, die in der Landeshauptstadt vom Kommunalen Frauenreferat koordiniert wird.
Seit Mai kooperiert auch der städtische Bäderbetrieb mattiaqua offiziell mit der Initiative. Das Prinzip ist denkbar einfach und niedrigschwellig: Wer im Freibad in eine bedrohliche oder unangenehme Situation gerät, kann sich mit der Frage „Ist Luisa hier?“ an die MOJA-Teams oder direkt an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von mattiaqua wenden.
Das gesamte Bäder-Personal wurde im Vorfeld speziell für diese Fälle geschult. Betroffene Frauen und Jugendliche erhalten nach dem Codewort sofort diskrete Unterstützung und einen sicheren Rückzugsort, ohne weitreichende Erklärungen abgeben zu müssen.
Verantwortung statt Sorge – Ein „Gütesiegel“ für die Wiesbadener Bäder
Die Verantwortlichen betonen, dass die Präsenz der Teams kein Zeichen für eine verschlechterte Sicherheitslage ist, sondern vielmehr eine proaktive Qualitätsmaßnahme.
„Uns ist wichtig, dass unser Schwimmbad ein sicherer Ort für alle ist. Dass wir die Awareness-Teams einsetzen und bei der Kampagne mitmachen, ist kein Anlass zur Sorge. Im Gegenteil: Beides ist als Gütesiegel zu verstehen und macht deutlich, dass es bei mattiaqua keinen Platz für sexistisches oder übergriffiges Verhalten gibt“, erklärt Thomas Baum Betriebsleiter von mattiaqua.
Carolin Rauscher vom Kommunalen Frauenreferat Wiesbaden sagt dazu: „Mit der Umsetzung der Kampagne bei mattiaqua setzen wir ein wichtiges Zeichen gegen Gewalt an Frauen und machen öffentliche Räume in Wiesbaden nachhaltig sicherer.“
Auch die Koordinatorin der Mobilen Jugendarbeit (MOJA e.V.), Bontu Adam, unterstreicht das Angebot: „Wir bieten nicht nur Hilfe in konkreten Situationen. Wir sind dort, wo Jugendliche und junge Menschen sind, bieten ihnen Gespräche an und werben für ein respektvolles Miteinander.“
Weitere ausführliche Informationen zur Kampagne und den Hilfsangeboten finden Interessierte online unter www.wiesbaden.de/luisaisthier.
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