Weltmeister-Titel

Thomas „Sharky“ Scharhag holt mit historischem Einsatzwagen die WM-Krone nach Wiesbaden

Bei der 12. offiziellen Feuerwehr Oldtimer-Weltmeisterschaft im österreichischen Bruck an der Großglocknerstraße hat sich der Wiesbdener Thomas Scharhag, in der lokalen Blaulicht-Szene bestens bekannt als „Sharky“, gegen die internationale Konkurrenz durchgesetzt und den Weltmeister-Titel nach Hessen geholt. Nach einer abenteuerlichen, über 600 Kilometer langen Anreise auf eigener Achse bezwang er mit seinem seltenen historischen Führungsfahrzeug die steilen Bergpässe der Alpen und meisterte die Wertungsprüfungen im Cockpit am allerbesten.

Von: |Erschienen am: 28. Juni 2026 18:02|

Fotos: privat

Wer Thomas „Sharky“ Scharhag kennt, der weiß ganz genau, wenn es um spannende Herausforderungen, automobile Raritäten und echte Feuerwehr-Abenteuer geht, lässt sich der Nordenstadter nicht zweimal bitten. Vom 18. bis 21. Juni verwandelte sich die Alpenregion rund um den Großglockner in ein lebendiges Museum der Feuerwehrgeschichte. Mehr als 90 historische Feuerwehrfahrzeuge, liebevoll gepflegte Spritzen und Raritäten aus dem In- und Ausland reisten zu den viertägigen Titelkämpfen an. Mittendrin „Sharky“ und sein ganzer Stolz – ein seltener FüKW-TEL 87 (Führungskraftwagen der Technischen Einsatzleitung).

600 Kilometer Anreise im Oldtimer – Härtetest vor der Alpenkulisse

Bereits die Anfahrt zum WM-Austragungsort im Salzburger Land war für Mensch und Maschine eine logistische und technische Meisterleistung. Über 600 Kilometer Wegstrecke legte Scharhag mit dem historischen Behördenfahrzeug zurück, um pünktlich zum Start der Weltmeisterschaft an der Großglocknerstraße bereitzeitstehen.

Während des viertägigen Großevents jagte ein geschichtsträchtiger Programmpunkt den nächsten. Neben dem spektakulären „4. Großglockner Kuppelcup“, der vor der atemberaubenden, hochalpinen Bergkulisse am Fuscher Törl ausgetragen wurde, zog am Nachmittag der traditionelle „Umzug der Geschichte“ Tausende begeisterte Zuschauer an die Strecke in Bruck. Historische Uniformen, historische Geräte und Fahrzeuge aus sämtlichen Epochen der vergangenen 120 Jahre zeigten eindrucksvoll den Wandel des Rettungswesens.

Technik aus dem Jahr 1904 und Millimeterarbeit bei den Zeitfahrten

Wie spektakulär und schwer die Arbeit der Brandbekämpfer im letzten Jahrhundert war, verdeutlichte eine historische Schauübung im Ortskern. Dort spuckte eine Dampfspritze aus dem Jahr 1910 echte Rauchwolken, eine alte Holzdrehleiter von 1927 wurde per Muskelkraft ausgefahren und Handdruck- sowie Fahrzeugpumpen aus dem Jahr 1904 kamen zum Einsatz.

Der sportliche Fokus lag für den Wiesbadener jedoch auf den hochanspruchsvollen Wertungs- und Zeitfahrten in den steilen Serpentinen der Alpenpässe. Hier kam es auf absolute Präzision, ein blindes Verständnis für die historische Technik und Nervenstärke an. Scharhag steuerte seinen FüKW-TEL 87 so exakt und fehlerfrei durch die Haarnadelkurven wie kein anderer Teilnehmer im gesamten internationalen Feld.

Gold fürs Ländches – Der WM-Titel geht offiziell nach Nordenstadt

Bei der abschließenden, feierlichen Siegerehrung gab es für die mitgereisten Fans kein Halten mehr: Thomas Scharhag wurde offiziell zum neuen Feuerwehr-Oldtimer-Weltmeister gekürt und durfte die begehrte Trophäe unter dem Jubel der internationalen Delegationen entgegennehmen. Der spektakuläre Erfolg fand seinen gebührenden Ausklang beim traditionellen WM-Ball, bei dem die gastgebende Feuerwehr Bruck mit Live-Musik und Kulinarik für einen unvergesslichen Rahmen sorgte.

In Wiesbaden-Nordenstadt dürfte der frischgebackene Weltmeister bei seiner Rückkehr ins Ländchen mit Sicherheit mit einem gebührenden Empfang der Kameradinnen und Kameraden im Feuerwehrhaus rechnen!

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