Versorgung

Wasserversorgung auf Wiesbadener Friedhöfen größtenteils wiederhergestellt – Schierstein weiter ohne Wasser

Gute Nachrichten für alle, die in den kommenden heißen Sommertagen die Gräber ihrer Angehörigen pflegen möchten. Nach folgenschweren Rohrbrüchen konnte das Grünflächenamt Wiesbaden auf mehreren Friedhöfen im Stadtgebiet die Wasserversorgung pünktlich wieder vollständig herstellen. Sowohl auf dem Nordfriedhof als auch auf dem Friedhof in Delkenheim sprudelt das Wasser wieder aus den Entnahmestellen. Ganz anders stellt sich die Lage im Stadtteil Schierstein dar. Dort hat ein frischer Schaden das Leitungssystem lahmgelegt, weshalb die Wasserversorgung vorübergehend komplett eingestellt werden musste.

Von: |Erschienen am: 26. Juni 2026 13:40|

Symbolfoto

Inmitten der anhaltenden Hitzewelle und Trockenheit stellt die reibungslose Grabbewässerung die städtische Infrastruktur vor logistische Herausforderungen. Gleich an mehreren Stellen im Wiesbadener Stadtgebiet kollabierten in den vergangenen Tagen die Versorgungsleitungen. Betroffen war unter anderem der Nordfriedhof sowie der direkt angrenzende jüdische Friedhof. Nach intensiven Reparaturarbeiten gibt die Friedhofsabteilung dort nun offiziell Entwarnung. Der Wasserrohrbruch ist behoben, und alle Entnahmestellen stehen den Besuchern wieder uneingeschränkt zur Verfügung.

Auch aus dem östlichen Stadtteil Delkenheim wird Vollzug gemeldet. Nach einem dortigen Wasserrohrbruch konnte der Schaden erfolgreich repariert werden, sodass Trauernde und Angehörige auch hier wieder wie gewohnt Wasser für die Grabpflege zapfen können.

Notabschaltung in Schierstein – Fachfirma arbeitet an Schadensbehebung

Während auf den genannten Friedhöfen Erleichterung herrscht, müssen sich die Besucher des Friedhofs in Schierstein auf erhebliche Einschränkungen einstellen. Mitte dieser Woche kam es dort zu einem plötzlichen, schweren Schaden am unterirdischen Rohrleitungssystem. Um ein unkontrolliertes Versickern und weitere Unterspülungen zu verhindern, wurde die gesamte Wasserversorgung auf dem Schiersteiner Friedhofsgelände vorerst komplett eingestellt.

Das Grünflächenamt hat bereits reagiert und eine spezialisierte Fachfirma mit der Reparatur beauftragt. Die Handwerker arbeiten unter Hochdruck daran, das Leck schnellstmöglich zu beheben. Wie lange die Arbeiten andauern werden, ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch unklar. Angehörige werden gebeten, sich für die Grabbewässerung vorübergehend selbst Wasser in Gießkannen mitzubringen.

Marode Leitungen aus den Gründungsjahren der Friedhöfe

Dass sich die Rohrbrüche im Stadtgebiet in der letzten Zeit häufen, ist für die Experten des Grünflächenamtes kein Zufall. Die Hauptursache für die empfindlichen Schäden liegt im enormen Alter der Infrastruktur begründet. Bei den betroffenen Systemen handelt es sich teilweise um historische Wasserleitungen, die vielfach noch direkt aus den Gründungsjahren der jeweiligen Friedhöfe stammen und den modernen Belastungen sowie den extremen witterungsbedingten Bodenbewegungen bei Trockenheit nicht mehr standhalten.

Dringender Appell der Stadt – Verantwortungsvoller Umgang mit Wasser

Angesichts der aktuellen Sommerhitze und der damit einhergehenden, extremen Trockenheit richtet die Landeshauptstadt Wiesbaden einen dringenden Appell an alle Bürgerinnen und Bürger. Das Grünflächenamt bittet darum, auf allen Friedhöfen besonders verantwortungsvoll, sparsam und schonend mit dem kostbaren Nass umzugehen, damit die Reserven ausreichen und Verschwendung vermieden wird.

Insgesamt betreut die Friedhofsabteilung des Grünflächenamtes stolze 21 Friedhöfe im gesamten Wiesbadener Stadtgebiet. Weiterführende, umfassende Informationen zu den einzelnen Friedhöfen, zur lokalen Bestattungskultur, zu den verschiedenen Grabarten und Bestattungsformen sowie zum gesamten Serviceangebot der Friedhofsabteilung sind für Interessierte jederzeit online auf dem Portal friedhoefe-wiesbaden.de abrufbar.

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