Körperverletzung

Pfefferspray und Schlagstock in der Wiesbadener City: Jugendbande überfällt 14-Jährigen und klaut Rucksack

Ein erschreckend brutaler Raubüberfall hat sich am frühen Freitagabend mitten in der Wiesbadener Innenstadt ereignet. Eine Gruppe von fünf bis sechs Jugendlichen hat zwei junge Passanten abgefangen und unvermittelt attackiert. Die Täter sprühten ihren Opfern Reizgas ins Gesicht, drohten mit einem Schlagstock und raubten einem erst 14-jährigen Jungen den Rucksack. Die Wiesbadener Kriminalpolizei ermittelt wegen schweren Raubes, fahndet nach der Jugendgruppe und geht fest davon aus, dass Zeugen die Tat im belebten Zentrum beobachtet haben.

Von: |Erschienen am: 21. Juni 2026 13:09|

Symbolfoto: Canva

Feiger Überfall in der Wiesbadener Innenstadt. Am Freitagabend, 19. Juni, kam es gegen 19:00 Uhr in der Kleinen Schwalbacher Straße zu einer hässlichen Straftat. Ein 14-jähriger Wiesbadener war gemeinsam mit seinem 18-jährigen Begleiter zu Fuß in der Innenstadt unterwegs, als der Ausflug im Bereich einer Fußgängerzone oder Seitengasse ein jähes und schmerzhaftes Ende fand.

Unvermittelte Reizgas-Attacke – Drohungen mit dem Schlagstock

Das Duo traf auf eine Gruppe von schätzungsweise fünf bis sechs Jugendlichen. Ohne Vorwarnung oder ersichtlichen Grund gingen die Unbekannten sofort aggressiv auf die beiden jüngeren Wiesbadener los. Die Angreifer zückten eine Dose Pfefferspray und besprühten die Geschädigten damit im Gesicht.

Um jede Gegenwehr im Keim zu ersticken, untermauerten die Täter ihren Angriff, indem sie den Opfern drohend einen Schlagstock direkt vor das Gesicht hielten. Im Zustand der schmerzhaften Desorientierung durch das Reizgas nutzte die Bande die Wehrlosigkeit des 14-Jährigen schamlos aus. Sie rissen dem Jungen seinen Rucksack gewaltsam vom Rücken. Direkt danach flüchtete die gesamte Gruppe zu Fuß in unbekannte Richtung.

Verletzte flüchten ins Krankenhaus – Detaillierte Täterbeschreibung

Beide Opfer erlitten durch das Pfefferspray erhebliche Augen- und Atemwegsreizungen sowie leichte Verletzungen. Sie schleppten sich nach dem Überfall selbstständig in ein nahegelegenes Wiesbadener Krankenhaus. Vom dortigen Notfallzentrum aus wurde umgehend die Polizei verständigt, die eine Sofortfahndung einleitete.

Im Rahmen der ersten Befragungen konnten die Opfer drei der Haupttäter wie folgt beschreiben: Alle drei Haupttäter waren männlich, circa 14 bis 16 Jahre alt, etwa 1,70 bis 1,75 Meter groß und wiesen einen südländischen Phänotyp auf. Täter 1: Hatte auffällige schwarze Locken. Er war bekleidet mit einer kurzen schwarzen Hose, einem schwarzen T-Shirt und einer Basecap. Täter 2: Trug ein helles T-Shirt sowie eine kurze helle Hose. Dieser Jugendliche hatte ein sehr markantes Hautbild mit ausgeprägter Akne im Gesicht.

Zeugenaufruf der Kriminalpolizei

Das zuständige Raubkommissariat der Wiesbadener Kriminalpolizei hat die Ermittlungen wegen schweren Raubes und gefährlicher Körperverletzung aufgenommen. Aufgrund der Tatzeit um 19:00 Uhr am frühen Freitagabend und der zentralen Lage unweit der Haupteinkaufsstraßen gehen die Ermittler fest davon aus, dass Passanten, Anwohner oder Kunden auf das Handgemenge und die flüchtende Jugendgruppe aufmerksam geworden sind.

Sachdienliche Hinweise zur Identität der Täter, zu ihrem Fluchtweg oder verdächtigen Beobachtungen im Umfeld nehmen die Beamten der Polizei Wiesbaden unter der zentralen Rufnummer 0611 / 345-0 entgegen.

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