Gewalttat
Brutale Gürtel- und Messerattacke in Wiesbaden Täter festgenommen
Eine gefährliche und brutale Auseinandersetzung mitten in der Wiesbadener Innenstadt hat in der Nacht zum Samstag einen schnellen Festnahmeerfolg der Polizei gefordert – wirft nun aber große Rätsel auf. Ein 29-jähriger Mann hatte einen Passanten massiv mit einem Messer und einem Gürtel bedroht, ihn zu Boden gebracht und dort rücksichtslos auf ihn eingeschlagen. Nach einer wilden Verfolgungsjagd zu Fuß konnte der bewaffnete Täter in der Langgasse überwältigt werden. Das Kuriose: Beim Eintreffen der Streifen waren sowohl das Opfer als auch alle Augenzeugen spurlos verschwunden. Die Polizei bittet nun dringend um Mithilfe.
Symbolfoto: Canva
Die Gewalttat ereignete sich am frühen Samstagmorgen, 13. Juni, um etwa 02:00 Uhr im Herzen des nächtlichen Wiesbadener Fußgängerbereichs. Über den Notruf ging in der Polizei-Einsatzzentrale die Meldung ein, dass in der Grabenstraße soeben eine Person von einem aggressiven Mann attackiert werde.
Mit Messer bedroht und am Boden liegend geschlagen
Laut den ersten Notrufen ging der Täter mit extremer Aggressivität vor. Er zog im Verlauf eines Streits einen Gürtel sowie ein Messer und bedrohte sein Gegenüber damit massiv. Doch damit nicht genug: Die bedrohte Person ging im weiteren Verlauf der Auseinandersetzung zu Boden. Anstatt von ihm abzulassen, soll der Angreifer laut Zeugenberichten unvermindert und rücksichtslos auf das am Boden liegende Opfer eingeschlagen haben.
Mehrere Streifenwagen eilten sofort zum Tatort in der Grabenstraße. Beim Eintreffen der ersten Beamten flogen die Fäuste zwar nicht mehr, den Polizisten fiel jedoch sofort ein Mann auf, auf den die per Funk durchgegebene Personenbeschreibung des Tatverdächtigen exakt passte.
Verfolgungsjagd durch die Langgasse – Täter wirft Messer weg
Als der Schläger die herannahende Polizeistreife bemerkte, schaltete er sofort auf Flucht. Er rannte zu Fuß mit hohem Tempo in Richtung Langgasse davon. Die mehrfachen, lautstarken Aufforderungen der Polizeibeamten, sofort stehen zu bleiben, ignorierte der Mann komplett.
Während er verzweifelt versuchte, seine Verfolger abzuschütteln, wollte er sich schnell von seinen Beweismitteln befreien. Im Laufen warf der Flüchtende das mutmaßlich zuvor verwendete Messer in ein Gebüsch. Das half ihm jedoch wenig: Die nacheilenden Einsatzkräfte behielten den Mann im Blick, stellten ihn in der Langgasse und nahmen ihn vorläufig fest. Das weggeworfene Messer wurde von einer weiteren Streife kurz darauf aufgefunden und als Beweismittel sichergestellt.
Opfer und Zeugen spurlos verschwunden – Ermittlungen laufen
Bei dem Festgenommenen handelt es sich um einen offensichtlich stark alkoholisierten 29-jährigen Mann. Er wurde für die weiteren polizeilichen Maßnahmen und zur Ausnüchterung auf die Dienststelle verbracht. Nach Abschluss aller ersten rechtlichen Schritte wurde er wieder entlassen – auf ihn wartet nun ein schwerwiegendes Ermittlungsverfahren wegen Bedrohung und Körperverletzung.
Das große Problem der Ermittler: Der mutmaßlich Geschädigte, der am Boden attackiert wurde, war beim Eintreffen der Ordnungshüter bereits auf und davon. Auch die Zeuginnen und Zeugen, die die Tat zuvor beobachtet und den Notruf gewählt hatten, waren nicht mehr vor Ort.
Die Polizei bittet daher insbesondere den noch völlig unbekannten, attackierten Geschädigten sowie weitere Zeugen, die Angaben zum Vorfall oder zum Opfer machen können, sich dringend mit der Polizei Wiesbaden unter der Rufnummer 0611 / 345-0 in Verbindung zu setzen.
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