Neuer Impuls

Wechsel im Stajupfa: Unkelbach tritt Nachfolge von Astrid Stephan an

In Wiesbaden übernimmt Pfarrerin Dagmar Unkelbach das Stadtjugendpfarramt und tritt damit in eine Phase großer Veränderungen ein. Während sie sich in ihr neues Umfeld einarbeitet, stehen zugleich wichtige Weichenstellungen für die Zukunft der Jugendarbeit bevor, ein Prozess, der im kommenden Jahr mit dem Umzug an einen gemeinsamen Standort seinen Höhepunkt erreichen soll.

Von: |Erschienen am: 15. Juni 2026 12:23|

Foto: Andrea Wagenknecht

Pfarrerin Dagmar Unkelbach übernimmt die Aufgabe der Stadtjugendpfarrerin in Wiesbaden. Sie folgt auf Astrid Stephan, die Anfang des Jahres in die Polizeiseelsorge gewechselt ist.

Nach vielen Jahren in Darmstadt, davon elf als Gemeindepfarrerin und sechs als Leiterin des Stadtjugendpfarramts, blickt Unkelbach dankbar auf „mehr als 17 erfüllte Jahre“ zurück. Gleichzeitig betont sie: „Aber jetzt möchte ich in meinen letzten Jahren vor dem Ruhestand noch einmal woanders arbeiten.“

Veränderungen im Stadtjugendpfarramt

Mit Wiesbaden hat sich die 61-Jährige ein großes Arbeitsfeld ausgesucht, das vor einem bedeutenden Wandel steht. Die Jugendkirche und das Stadtjugendpfarramt sollen künftig an einem gemeinsamen Standort zusammengeführt werden.

„Ich hab genügend Energie, das hier gut zu begleiten“, sagt Unkelbach. Herausforderungen seien für sie ein Ansporn. Besonders die Heilig-Geist-Kirche begeistert sie: „Die Heilig-Geist-Kirche ist so eine tolle Kirche. Hier eine Jugendkirche aufzubauen mit den vielen engagierten jungen Menschen – das finde ich großartig.“

Ankommen im neuen Umfeld

Bevor die großen Veränderungen beginnen, möchte sie ihr neues Arbeitsumfeld intensiv kennenlernen. Dazu gehören das Team des Stajupfa, die Ehrenamtlichen, die Mitarbeiter im Dekanat sowie die Pfarrkollegen. „Ich spüre hier gute Energien und es gibt hier einen spannenden Mix aus verschiedenen Professionen und Kompetenzen. Das Umbau-Jahr wird sicher anstrengend, aber dann wird es wahnsinnig schön.“

Jugendarbeit hautnah erleben

Mit dem bevorstehenden Konfirmanden-Camp in Westernohe wird Unkelbach direkt in die praktische Jugendarbeit eintauchen. Dort zeigt sich besonders deutlich, was die Wiesbadener Jugendarbeit prägt: Gemeinschaft, Engagement und die Freude, Glauben miteinander zu leben.

Langjährige Erfahrung in der EKHN

Unkelbach ist seit vielen Jahren in der kirchlichen Jugendarbeit und in den Strukturen der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) verwurzelt.

Sie war Mitglied im Leitungsgremium des Dekanats Darmstadt, in der Kirchensynode der EKHN, stellvertretendes Mitglied im Pfarrausschuss und nahm an den Vollversammlungen der Evangelischen Jugend in Hessen und Nassau teil. 2023 übernahm sie zudem für ein Jahr die Geschäftsführung der Stadtjugendpfarrämter der EKHN.

Gottesdienste für und mit Jugendlichen

Besonders am Herzen liegen ihr Gottesdienste, am liebsten gemeinsam mit jungen Menschen. Dabei setzt sie auf Offenheit statt fertiger Konzepte: „Ich weiß nicht, was junge Menschen brauchen, aber ich höre ihnen zu und nehme ihre Bedürfnisse ernst.“

Beruflicher Weg und persönliche Haltung

Ihr Theologiestudium absolvierte Unkelbach in Bethel, Bonn, Kiel und Marburg. Anschließend teilte sie sich mit ihrem Mann elf Jahre lang eine Pfarrstelle in der Wetterau, bevor beide nach Darmstadt wechselten.

„Glaube ist das, was trägt“, sagt sie und ergänzt: „Die Entscheidung, Pfarrerin zu werden, habe ich nie bereut.“

Eine Haltung, die prägt

Wer ihr begegnet, spürt schnell ihre Offenheit, Erfahrung und pragmatische Art. Ihre Neugier und ihr respektvoller Umgang mit Menschen prägen ihre Arbeit, besonders in der Begleitung junger Menschen, deren Anliegen sie ernst nimmt und mit denen sie gemeinsam Neues gestalten möchte.

Dagmar Unkelbach wird am Freitag, 26. Juni, um 18:00 Uhr in der Heilig-Geist-Kirche, Am Kupferberg 2 in Wiesbaden, offiziell in ihr neues Amt als Stadtjugendpfarrerin in Wiesbaden eingeführt. Alle Interessenten sind herzlich eingeladen.

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