Feuerwehreinsatz

Gartenhütte in Vollbrand – Massive Rauchsäule über Kostheim

Dichte Rauchwolken über dem Wiesbadener Stadtteil Mainz-Kostheim. Am Sonntagnachmittag stand eine Gartenhütte in Vollbrand. Dank des schnellen Eingreifens der Feuerwehr konnte ein Übergreifen der Flammen auf benachbarte Gebäude verhindert werden.

Von: |Erschienen am: 14. Juni 2026 19:55|

Foto: Feuerwehr Wiesbaden

Der Alarm schrillte am Sonntagnachmittag, 14. Juni, in der Leitstelle der Feuerwehr Wiesbaden auf. Anwohner und Spaziergänger meldeten ein offenes Feuer im Bereich der Kostheimer Gartenanlagen. Wie dramatisch die Lage vor Ort war, zeigte sich den Kräften der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Wehr Mainz-Kostheim schon von Weitem – der Rauch war kilometerweit über dem Stadtteil sichtbar. Als die ersten Fahrzeuge die Einsatzstelle erreichten, gab es an der Holzhütte nichts mehr zu retten: Sie stand in voller Ausdehnung in Flammen.

Logistischer Kraftakt – Lange Wegstrecke für Löschwasser nötig

Da sich die brennende Gartenhütte außerhalb einer gesicherten, städtischen Löschwasserversorgung befand, standen die Brandbekämpfer sofort vor einer großen Herausforderung. Es gab vor Ort keine funktionierenden Hydranten. Die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Kostheim mussten daher in Windeseile einen logistischen Kraftakt bewältigen und bauten unter Hochdruck eine hunderte Meter lange Schlauchleitung über eine sogenannte „lange Wegstrecke“ auf, um kontinuierlich Wasser zur Einsatzstelle zu pumpen.

Gleichzeitig galt es, Schimmers für die Nachbarschaft abzuwenden. Direkt an das brennende Objekt grenzte eine weitere Gartenhütte. Durch das schnelle und koordinierte Vorgehen der Einheiten wurde sofort eine schützende Riegelstellung aufgebaut. Die ehrenamtlichen Helfer kühlten das Nachbargebäude massiv mit Wasser ab und schufen so eine Barriere, die ein Überspringen der gierigen Flammen erfolgreich verhinderte.

Atemschutz-Einsatz und zeitaufwendige Nachlöscharbeiten

Die eigentliche Brandbekämpfung wurde von insgesamt drei Trupps unter schwerem Atemschutz durchgeführt. Sowohl die Berufsfeuerwehr als auch die Freiwillige Feuerwehr gingen zeitgleich mit mehreren Rohren gegen das Flammen-Inferno vor und brachten den Brand zügig unter Kontrolle.

Die anschließenden Nachlöscharbeiten gestalteten sich allerdings als extrem zeitaufwendig und schweißtreibend. Auf dem Gartengrundstück waren größere Mengen Holz gelagert, die ebenfalls Feuer gefangen hatten. Die Glutnester im Inneren der Holzstapel mussten über Stunden hinweg mühsam auseinandergezogen, freigelegt und einzeln abgelöscht werden, um ein erneutes Aufflammen zu verhindern.

Brandursache wird ermittelt

Zum großen Glück befanden sich zum Zeitpunkt des Brandausbruchs keine Personen auf dem Gelände, sodass niemand verletzt wurde. Der Rettungsdienst war während des gesamten Einsatzes zur Absicherung der eingesetzten Feuerwehrkräfte vor Ort, musste jedoch glücklicherweise nicht eingreifen. Nach dem Abschluss aller langwierigen Maßnahmen wurde die Einsatzstelle an den sichtlich geschockten Pächter übergeben. Die Brandursache sowie die Höhe des entstandenen Sachschadens sind derzeit noch völlig unklar, die Polizei Wiesbaden hat die Ermittlungen vor Ort aufgenommen.

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