Rücksicht
„Unser Weg: Respekt“: ESWE Verkehr startet große Kampagne gegen Gewalt und rücksichtsloses Verhalten in Wiesbadens Bussen
Ein klares und unmissverständliches Signal für mehr Höflichkeit, Sicherheit und Wertschätzung im öffentlichen Nahverkehr der hessischen Landeshauptstadt. Der Wiesbadener Mobilitätsdienstleister ESWE Verkehr hat eine groß angelegte Respektkampagne ins Leben gerufen. Unter dem Motto „Unser Weg: Respekt“ reagiert das Verkehrsunternehmen direkt auf zunehmendes Fehlverhalten, Pöbeleien und rücksichtslose Verhaltensweisen in den Linienbussen und an den Haltestellen im Stadtgebiet. Ziel der Aktion ist es, das Bewusstsein für ein faires Miteinander zu schärfen, Konflikte sowie Beschwerden spürbar zu reduzieren und das Wohlbefinden für Fahrgäste und das Fahrpersonal nachhaltig zu steigern.
Foto: ESWE Verkehr
Ob dröhnende Musik aus dem Smartphone, lautes Telefonieren, verbotenes Rauchen an der Haltestelle oder im schlimmsten Fall verbale Entgleisungen und körperliche Angriffe – rücksichtsloses Verhalten gehört für die Busfahrerinnen und Busfahrer sowie für die Fahrgäste in Wiesbaden inzwischen fast zum Alltag. Fehlverhalten kommt im Fahrbetrieb nahezu täglich vor, wie die Verantwortlichen betonen. Die Dringlichkeit wird durch eine erschreckende Zahl untermauert: Aufgrund von vermeintlichen Straftaten fordert die Polizei bereits mehrmals pro Woche die Videoaufnahmen aus den ESWE-Bussen an. Lediglich die Zahl der direkten körperlichen Übergriffe auf das Fahrpersonal und die Fahrausweisprüfer ist erfreulicherweise rückläufig.
Kein Platz für Gewalt: ESWE-Chefin Marion Hebding bezieht Stellung
Die Geschäftsführung der ESWE Verkehrsgesellschaft findet zur Vorstellung der Kampagne am Mittwoch, 10. Juni, deutliche Worte: „Für Respektlosigkeit oder gar Gewalt darf in Bussen kein Platz sein. Nicht unter den Fahrgästen und nicht gegenüber unserem Personal. Wir bringen mit der Kampagne zum Ausdruck, dass wir störendes Verhalten nicht tolerieren und möchten für einen besseren Umgang aller Beteiligten im ÖPNV sensibilisieren“, erklärt Marion Hebding, Geschäftsführerin der ESWE Verkehr.
Zwar seien die klaren Spielregeln und Rahmenbedingungen für die Fahrt mit dem Bus fest in den allgemeinen Beförderungsbedingungen verankert, doch von einzelnen Personen werden diese immer wieder ignoriert. Dem soll nun mit gezielter Aufklärung entgegengewirkt werden.
Positive Botschaften statt starrer Verbote – „Damit die Musik privat bleibt“
Das Besondere an der neuen Respektkampagne: Die ESWE Verkehr setzt bewusst nicht auf erhobene Zeigefinger oder neue Verbote, sondern rückt das gewünschte, positive Verhalten in den Fokus. Mit eingängigen Slogans und modernen Motiven werden typische Alltagssituationen aufgegriffen. So heißt es auf den Grafiken beispielsweise: „Respekt ist: wenn deine Musik privat bleibt“ oder „Respekt ist: wenn du an andere denkst“.
„Wir senden bewusst positive Botschaften aus, damit die Menschen mitmachen, einander helfen und der Bus zu einem Ort wird, an dem sich alle wohlfühlen“, so Hebding weiter. „Uns ist bewusst, dass sich im ÖPNV letztlich auch allgemeingesellschaftliche Probleme zeigen. Aber Rücksicht, Fairness und Respekt kosten nichts und können viel bewirken.“
Plakate, Social Media und Bus-Werbung – Aktion wird massiv ausgeweitet
Zum offiziellen Auftakt im Juni 2026 startet die Kampagne zunächst digital auf den hauseigenen Online- und Social-Media-Kanälen von ESWE Verkehr sowie auf den Informationsbildschirmen direkt in den Fahrzeugen. In den kommenden Monaten wird die Aktion dann Schritt für Schritt im gesamten Wiesbadener Stadtgebiet ausgeweitet.
Fahrgäste werden den Respekt-Aufruf künftig unter anderem auf großflächigen Plakaten an den Haltestellen im Liniennetz sowie als unübersehbare, großformatige Busaußenwerbung auf den Straßen der Landeshauptstadt sehen. Mehr Informationen sowie alle Kampagnenmotive stehen im Internet auf eswe-verkehr.de bereit.
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