Menschenrechte im Fokus: Star-Anwalt Wolfgang Kaleck zu Gast im Wiesbadener Kunsthaus

Ein hochkarätiger Kultur- und Diskussionsabend wirft in Wiesbadenseine Schatten voraus. Am Mittwoch, 17. Juni, lädt das Kunsthaus zu einem packenden Podiumsgespräch über den juristischen und künstlerischen Kampf gegen das Vergessen ein. Als prominenter Gast wird der international renommierte Menschenrechtsanwalt Wolfgang Kaleck erwartet. Flankiert von einer Live-Zuschaltung direkt aus Buenos Aires widmet sich der Abend der Aufarbeitung der grausamen Militärdiktatur in Argentinien. Der Eintritt zu dieser exklusiven Veranstaltung ist komplett frei.

Von: |Erschienen am: 8. Juni 2026 13:08|

Kunst und Völkerrecht als unzertrennliche Allianz im Kampf für die Gerechtigkeit: Die aktuelle, tief beeindruckende Ausstellung „Memory in Action: Marcelo Brodsky“ im Kunsthaus Wiesbaden bildet den perfekten, emotionalen Rahmen für eine politische Debatte von globaler Relevanz. Ab 19:00 Uhr diskutieren Experten im Georg-Buch-Haus über historische Schuld, das Recht des Stärkeren und die bleibende Kraft der Erinnerung.

Star-Anwalt und Buchautor Wolfgang Kaleck live am Schulberg

Mit Wolfgang Kaleck ist es den Organisatoren gelungen, einen der profiliertesten deutschen Juristen auf dem Gebiet der internationalen Menschenrechte nach Wiesbaden zu holen. Kaleck, der als Gründer und Generalsekretär des renommierten European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR) weltweite Bekanntheit erlangte, gilt als ausgewiesener Kenner der argentinischen Zeitgeschichte.

Er bringt sein profundes Wissen nicht nur als Autor des Fachbuches „Kampf gegen Straflosigkeit – Argentiniens Militär vor Gericht“ ein, sondern stellt an diesem Abend auch sein brandneues, hochaktuelles Werk „Die Stärke des Rechts vs. Das Recht des Stärkeren“ vor – ein flammendes, leidenschaftliches Plädoyer für das globale Völkerrecht in Krisenzeiten.

Live-Schalte nach Südamerika: Die Lage in Buenos Aires

Für eine authentische Perspektive direkt aus Südamerika sorgt eine exklusive Live-Zuschaltung im Saal: Michael Alvarez Kalverkamp, der Büroleiter der Heinrich-Böll-Stiftung in Buenos Aires, wird digital zugeschaltet. Kalverkamp leitet seit 2023 das Regionalbüro für Argentinien, Paraguay und Uruguay und blickt auf jahrzehntelange Erfahrung in der Region zurück. Er wird im Dialog mit Kaleck beleuchten, wie die juristische und gesellschaftliche Aufarbeitung der Diktatur-Verbrechen im heutigen Argentinien aufgenommen wird und vor welchen enormen Herausforderungen die dortige Zivilgesellschaft steht.

Die visuelle Waffe: Die Kunst von Marcelo Brodsky

Den emotionalen Kern des Abends bildet das Werk des Künstlers Marcelo Brodsky, dessen Arbeiten aktuell im Kunsthaus zu sehen sind. Brodsky erlangte mit seinem weltberühmten Fotoessay „Buena Memoria“ (1997) internationalen Ruhm. Darin thematisierte er auf schmerzhafte Weise die Deportation und Ermordung seines eigenen Bruders Fernando sowie mehrerer seiner Klassenkameraden durch die Hände der argentinischen Militärjunta.

Sein ikonisches Klassenfoto „La Clase“ ist ebenfalls Teil der Wiesbadener Schau. Brodskys visuelle Kunst bildet bis heute ein zentrales Fundament für den unermüdlichen Kampf um Gerechtigkeit und Identität in Argentinien.

Spannender Austausch unter professioneller Leitung

Die Moderation des Abends übernimmt Monique Behr, die Leiterin des Kunsthauses, die das Publikum durch die komplexen Themenfelder zwischen Kunst, Politik und Völkerstrafrecht führen wird. Die hochkarätige Kulturveranstaltung findet in enger Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung Hessen statt. Da die Plätze im Kunsthaus erfahrungsgemäß begehrt sind, wird ein frühzeitiges Erscheinen dringend empfohlen.

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InfoBox 

Die Kulturveranstaltung kompakt auf einen Blick:

  • Was: Podiumsgespräch „Kampf gegen Straflosigkeit, Argentiniens Militär vor Gericht“ zur Ausstellung von Marcelo Brodsky.

  • Wann: Mittwoch, 17. Juni 2026, um 19:00 Uhr.

  • Wo: Kunsthaus Wiesbaden, Schulberg 10, 65183 Wiesbaden.

  • Gäste: Wolfgang Kaleck (Rechtsanwalt & Autor) und Michael Alvarez Kalverkamp (Heinrich-Böll-Stiftung, live aus Buenos Aires).

  • Eintritt: Komplett kostenfrei.