Feuerwehreinsatz
Gartenhütte brennt in Kastel lichterloh
Eine Gartenhütte stand am frühen Sonntagmorgen im Wiesbadener Stadtteil Mainz-Kastel komplett in Vollbrand und drohte das Nachbargrundstück zu vernichten. Trotz des schnellen Eingreifens der Brandbekämpfer brannte das Gebäude bis auf die Grundmauern nieder. Die Kriminalpolizei geht von mutwilliger Brandstiftung aus und hat noch während der Löscharbeiten erste Verdächtige im Nahbereich kontrolliert.
Symbolfoto
Der erholsame Sonntagmorgen, 7. Juni, im Kasteler Grüngürtel endete jäh mit dicken, schwarzen Rauchwolken über den Feldern. Um etwa 06:03 Uhr schreckten Anwohner auf und wählten den Notruf, nachdem sie lodernde Flammen auf einem Gartengrundstück im Schmalweg bemerkt hatten.
Flammeninferno droht überzugreifen – Feuerwehren im Großeinsatz
Als die ersten Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr Wiesbaden nur wenige Minuten nach der Alarmierung am Tatort eintrafen, bot sich ihnen ein dramatisches Bild. Im Schmalweg, unweit des Kuhtränkwegs, stand eine hölzerne Gartenhütte bereits lichterloh in Vollbrand. Die Hitzeentwicklung war enorm.
Getrieben vom Wind drohten die Flammen bereits in Sekundenschnelle auf die Vegetation und ein direkt angrenzendes Nachbargrundstück überzugreifen. Die Kräfte der Wiesbadener Berufsfeuerwehr und die alarmierte Freiwillige Feuerwehr aus Kastel leiteten umgehend einen massiven Löschangriff von mehreren Seiten ein, um eine weitere Ausbreitung des Brandes im Kleingartengebiet zu verhindern.
Hütte komplett zerstört
Zwar gelang es den eingespielten Wehren rasch, das Feuer unter Kontrolle zu bringen und die Nachbarparzelle vor den Flammen zu schützen, für die betroffene Gartenhütte kam jedoch jede Hilfe zu spät. Bis auf wenige Teile des verkohlten Grundgerüsts blieb von dem Gebäude absolut nichts mehr übrig.
Nach ersten Schätzungen der Polizei beläuft sich der entstandene Gesamtsachschaden an der Hütte und dem Inventar auf rund 15.000 Euro. Glücklicherweise wurden bei dem Vorfall keine Personen verletzt.
Kripo vermutet Brandstiftung – Erste Verdächtige noch vor Ort kontrolliert
Nachdem die letzten Glutnester abgelöscht waren, übernahm die Wiesbadener Kriminalpolizei noch am Morgen die Ermittlungen zur Brandursache. Da es keinerlei Anzeichen für einen technischen Defekt gibt, gehen die Brandermittler derzeit mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer mutwilligen Brandstiftung aus.
Die Polizei fackelte nicht lange. Noch im Zuge der ersten Fahndungs- und Einsatzmaßnahmen im direkten Umfeld des Schmalwegs wurden mehrere verdächtige Personen von Streifenwagenbesatzungen gestoppt und einer umfassenden Personenkontrolle unterzogen. Ob diese Personen mit dem Ausbruch des Feuers in Verbindung stehen, ist nun Gegenstand der laufenden Ermittlungen.
Die Kriminalpolizei sucht dringend nach weiteren Augenzeugen, die in den frühen Morgenstunden im Bereich Schmalweg / Kuhtränkweg oder an den angrenzenden Feldwegen unterwegs waren. Wer hat vor 06:00 Uhr verdächtige Personen oder Fahrzeuge in der Nähe der Kleingärten beobachtet?
Sachdienliche Hinweise werden rund um die Uhr unter der Rufnummer 0611 / 345-0 entgegengenommen.
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