Personalie
Neuer Verwaltungschef für das Staatstheater: Thomas Eisenträger wird geschäftsführender Direktor in Wiesbaden
Thomas Eisenträger wird zum 1. Oktober 2026 neuer Geschäftsführender Direktor am Hessischen Staatstheater Wiesbaden. Der erfahrene Kulturmanager, der aktuell noch als Verwaltungsleiter am Theater und Orchester Heidelberg tätig ist, komplettiert damit ab dem Herbst die Führungsebene des traditionsreichen Drei-Sparten-Hauses an der Wilhelmstraße. In Wiesbaden bildet er künftig gemeinsam mit dem bestehenden Intendantinnen-Duo Dorothea Hartmann und Beate Heine die dreiköpfige Bühnenleitung.
Symbolfoto
Das Rätselraten um die administrative Führung des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden hat ein Ende. Wie das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur am Mittwoch, 27. Mai, offiziell bekannt gab, wechselt mit Thomas Eisenträger ein absoluter Fachmann aus Baden-Württemberg nach Hessen. Er bringt langjährige Expertise im Bereich der Theaterverwaltung, des Arbeitsrechts und des Kulturmanagements mit – Kompetenzen, die für die zukünftige Ausrichtung und wirtschaftliche Stabilität des großen Hauses von zentraler Bedeutung sein werden.
Lob von Ministerium und Kulturdezernat – Ein Experte mit Weitblick
Die Neubesetzung stößt sowohl auf Landes- als auch auf kommunaler Ebene auf große Zustimmung. Kunst- und Kulturminister Timon Gremmels zeigte sich hocherfreut über den Neuzugang: „Mit Thomas Eisenträger gewinnt das Hessische Staatstheater Wiesbaden einen erfahrenen Kulturmanager. Er kennt die wirtschaftlichen, rechtlichen und organisatorischen Herausforderungen eines großen Hauses aus langjähriger Praxis und damit das, was den künstlerischen Betrieb erst möglich macht.“ Zudem verwies Gremmels auf Eisenträgers Lehrauftrag an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt, durch den er wertvolle Impulse aus der Ausbildung des künstlerischen und administrativen Nachwuchses nach Wiesbaden einbringen werde.
Auch Wiesbadens Kulturdezernent Dr. Hendrik Schmehl (SPD) fand lobende Worte für den zukünftigen Direktor und hieß ihn in der Landeshauptstadt willkommen. Eisenträger selbst blickt der neuen Aufgabe mit Vorfreude und Respekt entgegen: „Theater entsteht durch das Zusammenwirken vieler. Meine Rolle sehe ich darin, gemeinsam mit den Intendantinnen dafür bestmögliche Voraussetzungen zu schaffen“, betonte er in einer ersten Stellungnahme und fügte hinzu, dass er dankbar für die erfolgreiche Zeit in Heidelberg sei.
Beeindruckende Vita – Vom Ballhaus Ost über die Ruhrtriennale nach Wiesbaden
Der 1979 in Coburg geborene Eisenträger blickt auf eine steile und vielseitige Karriere im Kulturbetrieb zurück. Nach seinem Studium der Rechtswissenschaften mit wirtschaftswissenschaftlicher Zusatzausbildung an der Universität Bayreuth absolvierte er sein Referendariat unter anderem bei der renommierten Stiftung Oper in Berlin sowie bei der Berliner Senatsverwaltung für Kultur.
Nach dem Zweiten Juristischen Staatsexamen im Jahr 2007 sammelte er weitreichende praktische Erfahrungen in der freien Szene sowie bei Großfestivals:
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Einstieg & Festivals: Direktionsassistent beim Festival junger Künstler Bayreuth, Tätigkeit am Ballhaus Ost in Berlin sowie Produktionsleiter und Stipendiat der Akademie „Musiktheater Heute“.
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Personal & Recht: Ab 2007 Personalleiter an der bekannten Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin, ab 2009 juristischer Mitarbeiter der Geschäftsführung und Justitiar bei der Ruhrtriennale.
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Verwaltungsleitung: Von 2012 bis 2019 erfolgreich als Verwaltungsdirektor am Theater Bremen aktiv, seit der Spielzeit 2020/21 Verwaltungsleiter am Theater und Orchester Heidelberg.
Nebenbei gibt er sein Wissen im aktuellen Semester als Dozent für Musiktheaterrecht und Personalvertretungsrecht an den Branchennachwuchs weiter.
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