Kampfmittelfund
Spaziergänger entdeckt Panzergeschoss am Biebricher Schloss
Aufregung am Pfingstmontagmittag an der Biebricher Uferpromenade: Ein Fußgänger hat direkt am Rheinufer in Höhe des Schlosses eine alte Granate im Boden entdeckt. Der Fund löste umgehend einen größeren Polizei- und Absperreinsatz aus, bei dem auch die Rheingaustraße komplett dichtgemacht werden musste. Der Kampfmittelräumdienst rückte zur Begutachtung an – gab jedoch schnell Entwarnung.
Foto: Logo Polizei Wiesbaden
Es sollte eigentlich ein entspannter Feiertagsspaziergang am Rhein werden, doch gegen 12:15 Uhr am Pfingstmontag, 25. Mai, machten Fußgänger eine hochexplosive Entdeckung. Unweit des Biebricher Schlosses stießen sie direkt am Rheinufer auf ein metallisches Objekt, das sofort als militärisches Kampfmittel identifiziert wurde. Die Zeugen wählten geistesgegenwärtig den Notruf der Polizei.
Die alarmierten Wiesbadener Einsatzkräfte fackelten nicht lange. Um jegliches Risiko für Passanten und Schaulustige auszuschließen, wurde der Fundort am Ufer sowie der potenzielle Einwirkungsbereich unverzüglich weiträumig abgesperrt.
Rheingaustraße voll gesperrt – Kampfmittelräumdienst rückt an
Von den drastischen Sicherheitsmaßnahmen war auch der fließende Verkehr im Stadtteil massiv betroffen. Die viel befahrene Rheingaustraße musste in Höhe des Schlosses in beide Fahrtrichtungen für den Fahrzeugverkehr komplett gesperrt werden, was zu kurzzeitigen Staus und Behinderungen auf den Ausweichrouten führte.
Experten des hessischen Kampfmittelräumdienstes wurden umgehend zur Unterstützung angefordert. Nach einer ersten fachlichen Rücksprache mit den Spezialisten noch während der Anfahrt reichte zunächst eine Absicherung des direkten Fundorts aus. Dadurch konnte die Polizei die Vollsperrung der Rheingaustraße bereits nach rund einer Stunde, gegen 13:20 Uhr, für den Verkehr wieder freigeben.
Entwarnung nach Begutachtung – Keine Explosivstoffe vorhanden
Nachdem das Fachpersonal des Kampfmittelräumdienstes am Rheinufer eingetroffen war, nahmen die Experten das Objekt genau unter die Lupe. Bei der Begutachtung vor Ort stellte sich schnell Erleichterung ein: Bei dem Fund handelte es sich um ein rund 30 Zentimeter langes Panzergeschoss.
Die entscheidende Entwarnung der Profis folgte auf dem Fuße. Die historische Granate besaß weder eine Zündvorrichtung noch enthielt sie noch explosive Stoffe oder Treibladungen. Es handelte sich somit um eine harmlose, leere Patronenhülse bzw. ein inaktives Projektil. Das Kampfmittel wurde fachgerecht gesichert und abtransportiert.
Keine Gefahr und freie Bahn für das Schlosskonzert
Um Punkt 15:00 Uhr konnten von der Polizei sämtliche Absperrmaßnahmen am Rheinufer offiziell aufgehoben werden. Die Behörden betonten im Nachgang ausdrücklich, dass zu keiner Zeit eine reale Gefahr für unbeteiligte Bürger, Spaziergänger oder die Einsatzkräfte vor Ort bestand.
Besonders erfreulich für Musikliebhaber. Auch das zeitgleich stattfindende, traditionelle Sommerkonzert im Biebricher Schloss war von dem Polizeieinsatz nicht betroffen und konnte ohne jegliche Unterbrechung oder Einschränkung wie geplant über die Bühne gehen.
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