Trunkenheitsfahrt

Alkoholisierter Autofahrer flüchtet im schwer demolierten Pkw über die A66 bis nach Wiesbaden

Ein völlig demolierter Opel Corsa hat am Sonntagabend für einen Einsatz der Polizei gesorgt. Trotz weggespreizter Vorderräder und massiver Schäden raste der alkoholisierte Fahrer den Streifenwagen über die Autobahn 66 davon. Die wilde Verfolgungsjagd endete erst in Wiesbaden an einer roten Ampel. Jetzt sucht die Autobahnpolizei dringend nach dem noch unbekannten Unfallort.

Von: |Erschienen am: 24. Mai 2026 23:55|

Symbolfoto

Bei der Polizei Frankfurt wurde um etwa 20:00 Uhr am Pfingstsonntag, 24. Mai, über Notruf ein silberfarbener Opel Corsa mit WI- Kennzeichen gemeldet, der offensichtlich unfallbeschädigt die Autobahn 66 in Richtung Wiesbaden, zwischen dem Krifteler Dreieck und der Anschlussstelle Hattersheim befuhr.

Fahrer ignoriert Blaulicht und rast mit „V-Rädern“ weiter

Eine sofort alarmierte Funkstreife der Autobahnpolizei Wiesbaden konnte den Corsa kurz darauf auf Höhe der Anschlussstelle Wallau im fließenden Verkehr sichten. Doch wer dachte, der Fahrer würde beim Anblick von Blaulicht Vernunft annehmen, irrte gewaltig. Der Mann am Steuer ignorierte sämtliche unmissverständlichen Anhalteaufforderungen und Stopp-Signale der Beamten konsequent. Er gab stattdessen weiter Gas und setzte seine Geisterfahrt in Richtung Rheingau fort.

Wie instabil das Auto zu diesem Zeitpunkt war, grenzt an ein Wunder. Selbst während der rasanten Nachfahrt der Streifenwagen standen die beiden Vorderräder des Corsa in einer extremen V-Position zueinander – die Achse war offenbar durch einen vorherigen Aufprall komplett gebrochen.

Zugriff an roter Ampel in der Frankfurter Straße

An der Anschlussstelle Erbenheim lenkte der Rowdy das schwer beschädigte Auto von der A66 ab und flüchtete auf der Bundesstraße 455 weiter in Richtung Wiesbadener Stadtmitte. Die gefährliche Fahrt fand erst tief im Innenstadtbereich ein abruptes Ende. In der Frankfurter Straße, unmittelbar vor der Einmündung zur Rheinstraße, musste der Corsa wegen einer roten Ampel stoppen.

Die Autobahnpolizisten fackelten nicht lange, nutzten die Sekunden des Stillstands eiskalt aus und starteten den Zugriff. Sie rissen die Beifahrertür auf, zogen blitzschnell den Zündschlüssel ab und nahmen den Fahrer noch auf dem Fahrersitz fest. Der Grund für den gefährlichen „Tuning-Ausflug“ im Wrack war schnell gefunden. Der Mann stand laut Polizeibericht „deutlich unter Alkoholeinfluss“. Er wurde für eine fällige Blutentnahme aufs Revier gebracht, der Fahrzeugschlüssel wurde beschlagnahmt.

Rätsel um Unfallort – Wo hat es gekracht?

Während der betrunkene Fahrer nun ein massives Strafverfahren am Hals hat, steht die Autobahnpolizei vor einem großen Rätsel. Da der Corsa rundherum frische Unfallschäden aufwies, muss es kurz vor 20:00 Uhr zu einem heftigen Crash – womöglich mit Leitplanken, anderen Fahrzeugen oder Verkehrsschildern – gekommen sein. Der genaue Unfallort ist jedoch noch komplett unbekannt.

Die Autobahnpolizei Wiesbaden hat die Ermittlungen wegen Unfallflucht und Fahrens unter Alkoholeinfluss aufgenommen und bittet die Bevölkerung dringend um Mithilfe.

Polizei sucht nach Hinweisgebern

Wer hat den silberfarbenen Opel Corsa mit Wiesbadener Kennzeichen am Sonntagabend auf der A66 oder der B455 gesehen und kann Angaben zur riskanten Fahrweise machen? Wer hat im Bereich zwischen Frankfurt, dem Krifteler Dreieck und Wiesbaden einen entsprechenden Verkehrsunfall beobachtet oder frische Unfallspuren entdeckt, die zu dem Wagen passen könnten?

Sachdienliche Hinweise werden dringend unter der Telefonnummer 0611 / 345-4140 entgegengenommen.

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