Einsatz
Atemberaubende Aktion in schwindelerregender Höhe – Wiesbadener Höhenretter kämpfen gegen Brand auf Windkraftanlage
Am Montag ist die Spezialeinheit für Spezielles Retten aus Höhen und Tiefen der Berufsfeuerwehr Wiesbaden zu einem hochkomplexen Einsatz alarmiert worden. Gemeinsam mit der Polizeifliegerstaffel Hessen rückten die Spezialkräfte zu einem Brand an einer Windkraftanlage in Rheinland-Pfalz aus. Per Hubschrauber-Winde wurde ein Luftretter unter Atemschutz auf der Gondel abgesetzt.
Fotos: Feuerwehr Wiesbaden
Es sind Einsatzszenarien wie diese, für welche die Experten der Wiesbadener Berufsfeuerwehr regelmäßig den Ernstfall proben – doch am Montag, 18. Mai, wurde die Theorie zur brandgefährlichen Realität. Die SRHT-Einheit (Höhenrettung) aus der hessischen Landeshauptstadt wurde am Tag zu einem überregionalen Notfall in die Verbandsgemeinde Nahe-Glan (Landkreis Bad Kreuznach) nach Rheinland-Pfalz gerufen.
Verrauchter Turm – Windkraftanlage fängt Feuer
Vor Ort bot sich den örtlichen Kräften und den herbeigeeilten Spezialisten ein schwieriges Bild. Der riesige Turm einer dortigen Windenergieanlage war nach einem Brandereignis massiv verraucht. Da die Brandbekämpfung und Belüftung in der engen und extrem hohen Konstruktion vom Boden aus kaum möglich war, mussten die Einsatzkräfte den Weg durch die Luft wählen.
Drei erfahrene Luftretter der Berufsfeuerwehr Wiesbaden koppelten sich dafür umgehend mit der Polizeifliegerstaffel Hessen. Ein eigens dafür angeforderter Polizeihubschrauber diente als fliegende Basis für das hochriskante Manöver am Rotor-Gehäuse.
Spektakuläres Windenverfahren – Abgesetzt unter Atemschutz
Um den dichten und giftigen Qualm aus dem Inneren der Anlage abziehen zu lassen, musste auf der Spitze des Turms eine Abluftöffnung geschaffen werden. Dies ging nur über die Außenhülle. Unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen wurde ein Wiesbadener Luftretter, der zusätzlich mit schwerem Atemschutz ausgerüstet war, im sogenannten Hoist-Verfahren (Winden-Verfahren) aus dem schwebenden Hubschrauber direkt auf der Gondel der Windkraftanlage abgelassen.
Trotz der enormen Windkräfte und der schwierigen Bedingungen auf der schmalen Plattform der Anlage gelang das Manöver präzise. Der Höhenretter konnte die Öffnung erfolgreich schaffen, sodass der Rauch entweichen und die Gefahr gebannt werden konnte.
Perfektes Zusammenspiel der Bundesländer-Spezialkräfte
Der gesamte Einsatz erforderte ein extrem eng abgestimmtes und sekundengenaues Vorgehen zwischen den Spezialkräften der Feuerwehr am Boden und den Piloten der hessischen Polizei in der Luft.
Der spektakuläre Vorfall zeigt einmal mehr, wie unverzichtbar die länderübergreifende Zusammenarbeit und das Zusammenspiel von Spezialeinheiten bei derartigen komplexen Großschadenslagen und moderner Infrastruktur sind. Dank des schnellen Eingreifens aus Wiesbaden konnte Schlimmeres verhindert werden.
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