Gemeinsame Lebensrealität
„Hass ist keine Normalität“: Polizei Westhessen stärkt Schutz für die queere Community
Zum internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transfeindlichkeit am Sonntag, 17. Mai, sendet das Polizeipräsidium Westhessen eine klare Botschaft: Wer aufgrund seiner Identität angegriffen wird, findet bei der Polizei professionelle Hilfe. Mit einem spezialisierten Team aus LSBT*IQ-Ansprechpersonen will das Präsidium Barrieren abbauen und Straftaten konsequent verfolgen.
Symbolfoto: Otto Witte
In einer demokratischen Gesellschaft muss jeder Mensch sicher leben können – unabhängig davon, wen er liebt oder wie er lebt. Doch die Realität sieht oft anders aus: Hasskriminalität und Diskriminierung gehören für viele queere Menschen noch immer zum Alltag. Das Polizeipräsidium Westhessen nimmt den diesjährigen IDAHOBIT zum Anlass, Betroffene ausdrücklich zur Anzeige zu ermutigen.
Spezialisierte Ansprechpartner seit 2010
Um die Hemmschwelle bei der Anzeigenerstattung zu senken, setzt die hessische Polizei bereits seit 2010 auf nebenamtliche LSBT*IQ-Ansprechpersonen. Für das gesamte Präsidialgebiet – von Wiesbaden über den Rheingau-Taunus bis zum Hochtaunus – ist aktuell ein erfahrenes Trio im Einsatz:
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Victoria Willich (Polizeioberkommissarin)
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Alexandro Klimpel (Wachpolizist)
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Florian Meerheim (Polizeihauptkommissar)
„Viele Betroffene haben noch immer Hemmungen, sich an uns zu wenden. Das wollen wir ändern“, erklärt Florian Meerheim, der das Amt bereits seit seiner Einführung bekleidet. Das Team fungiert als Brücke zwischen der Polizei und der Community, leistet Aufklärungsarbeit und ist präsent – unter anderem mit Infoständen auf allen regionalen CSD-Veranstaltungen.
Neue Impulse – Sprechstunde im Rathaus
Neben der klassischen Polizeiarbeit setzt das Präsidium auf neue, niedrigschwellige Formate. Im Rahmen des Wiesbadener „Queeren Sommers“ findet am Mittwoch, 20. Mai, eine gemeinsame Sprechstunde mit der Stadt und dem Verein VelsPol Hessen e.V. statt.
Termin-Tipp:
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Wann: 20. Mai 2026, 16:00 bis 19:00 Uhr
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Wo: Rathaus Wiesbaden, Raum 018
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Was: Beratung zu Sicherheit und Anzeigen ohne Terminvereinbarung.
Flagge zeigen in der Region
Auch symbolisch zeigt die Polizei Präsenz: Die Ansprechpersonen begleiten in diesen Tagen mehrere Flaggenhissungen in der Region, unter anderem in Hofheim und Schwalbach am Taunus. „Queerfeindlichkeit hat bei uns das ganze Jahr über keinen Platz, nicht nur am IDAHOBIT“, stellt Meerheim klar.
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InfoBox
Kontakt zur Polizei Westhessen (LSBT*IQ):
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Telefon: 0611 / 345-1516 (Bürozeiten)
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E-Mail: rainbow.ppwh@polizei.hessen.de
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Notfall: In dringenden Fällen immer die 110 wählen!

Wiesbaden setzt ein deutliches Zeichen für Akzeptanz und Sicherheit: Im Rahmen des „Queeren Sommers“ laden die […]

