Feuerwehreinsatz
Spektakulärer Unfall in Kostheim: 80-Tonnen-Bohrgerät stürzt auf Lastwagen
Großeinsatz für die Wiesbadener Feuerwehr am Dienstagnachmittag. Auf einer Baustelle im Stadtteil Kostheim kippte ein gigantisches Drehbohrgerät um und begrub einen 40-Tonnen-Lkw unter sich. Trotz der massiven Zerstörung grenzt es an ein Wunder, dass niemand verletzt wurde. Die Bergung in unmittelbarer Nähe zur Bahnstrecke gestaltet sich schwierig.
Fotos: 5vision.news
Es war ein Schreckmoment mit gewaltiger Wucht, als um etwa 13:00 Uhr am Dienstag, 5. Mai, eine tonnenschweres Baugerät plötzlich umstürzte. Kurz darauf ging der Notruf bei der Feuerwehr Wiesbaden.
Im Bereich der Hochheimer Straße (B40), direkt an der vielbefahrenen Zugverbindung zwischen Kostheim und Hochheim, kam es zu einem schweren Arbeitsunfall. Ein rund 80 Tonnen schweres Drehbohrgerät war auf dem Baustellengelände der Deutschen Bahn aus noch ungeklärter Ursache instabil geworden und stürzte auf einen danebenstehenden 40-Tonnen-Lkw.
Riesenglück im Unglück – Fahrer bleiben unverletzt
Die Wucht des Aufpralls war enorm: Der Auflieger des Lastwagens wurde durch das tonnenschwere Gerät mittig gebrochen und massiv eingedrückt. Auch die geladenen Stahlgeflecht-Stützen wurden durch die Krafteinwirkung völlig verformt. Trotz dieses Schreckensszenarios meldete die Einsatzleitung der Feuerwehr vor Ort Erleichterung. Beide Fahrzeugführer blieben wie durch ein Wunder unverletzt und konnten ihre Kabinen selbstständig verlassen.
Gefahrstoffeinsatz – Feuerwehr verhindert Umweltschaden
Da es sich bei der Erstmeldung um einen Gefahrstoffeinsatz handelte, eilten rund 20 Einsatzkräfte zur Baustelle in den Weinbergen – einige Hundert Meter von der Straße Kommerzienrat-Disch-Brücke entfernt. Vor Ort konnte jedoch schnell Entwarnung gegeben werden. Es traten lediglich geringe Mengen Dieselkraftstoff aus. Die Feuerwehrleute handelten zügig, banden die ausgelaufenen Flüssigkeiten und verhinderten durch gezielte Maßnahmen einen weiteren Austritt in das angrenzende Erdreich.
Schwierige Bergung an der Bahnstrecke Wiesbaden–Frankfurt
Besonders heikel ist die Lage der Unfallstelle: Die Baustelle befindet sich in direkter Nachbarschaft zur wichtigen Bahntrasse zwischen Wiesbaden und Frankfurt. Ein Notfallmanager der Deutschen Bahn wurde hinzugezogen, um die Statik und die Sicherheit des Bahnverkehrs zu begutachten. Da das umgestürzte Gerät in gefährlicher Nähe zur Oberleitung und den Gleisen liegt, steht nun eine logistische Meisterleistung bevor.
Die Bergung der insgesamt 120 Tonnen schweren Unfallfahrzeuge hat mehrere Stunden in Anspruch genommen und Spezialkräne erfordert. Nach Abschluss der Sicherungsmaßnahmen übergab die Feuerwehr die Einsatzstelle an den Bauträger.
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