Kriminalität

Feuerteufel in Wiesbaden: Serie von Mülltonnenbränden hält Einsatzkräfte in Atem

Eine gefährliche Brandserie hat in der Nacht zum Dienstag die Wiesbadener Feuerwehr und Polizei gefordert. Im Stadtgebiet wurden an zehn verschiedenen Orten Müllbehälter angezündet. In einem Fall griffen die Flammen bereits auf ein Wohnhaus über. Die Kriminalpolizei fahndet nun nach den Tätern.

Von: |Erschienen am: 5. Mai 2026 09:22|

Symbolfoto

Es war eine unruhige Nacht für die Wiesbadener Brandschützer. Zwischen Mitternacht und etwa 4:00 Uhr morgens am Dienstag, 5. Mai, rissen die Alarmmeldungen nicht ab. Ein oder mehrere bislang unbekannte Täter zogen durch die Innenstadt, Biebrich und den Gräselberg und setzten gezielt Mülltonnen in Brand.

30 Tonnen zerstört – Flammen greifen auf Wohnhaus über

Insgesamt wurden bei der nächtlichen Tour rund 30 Müllbehälter vollständig zerstört oder schwer beschädigt. Besonders brenzlig wurde es an einem Tatort, an dem das Feuer auf die Fassade eines angrenzenden Wohngebäudes übergriff. Dank des schnellen Eingreifens der Berufsfeuerwehr (Wachen 1 und 2) sowie der Freiwilligen Wehren aus Biebrich und Stadtmitte konnte in allen Fällen Schlimmeres verhindert werden.

Dennoch entstand an der Hausfassade ein Sachschaden von rund 10.000 Euro. Glücklicherweise wurden nach bisherigen Erkenntnissen keine Personen verletzt.

„Brandstiftung ist kein Kavaliersdelikt“

Die Vielzahl der nahezu zeitgleichen Brandstellen stellte eine enorme logistische Herausforderung für die Einsatzkräfte dar. Die Polizei und Feuerwehr weisen in diesem Zusammenhang eindringlich auf die Lebensgefahr hin: Viele der Brandstellen befanden sich in unmittelbarer Nähe zu Gebäuden. Ein Übergreifen der Flammen auf Wohnräume kann – gerade in der Nacht – katastrophale Folgen haben.

Polizei fahndet und sucht Zeugen

Die Polizei leitete sofort eine großangelegte Fahndung ein. Im Rahmen der nächtlichen Kontrollen wurden mehrere Personen im Stadtgebiet überprüft, ein konkreter Tatverdacht ergab sich jedoch zunächst nicht. Die Wiesbadener Kriminalpolizei hat die weiteren Ermittlungen übernommen und prüft die Zusammenhänge zwischen den zehn Tatorten.

Haben Sie in der Nacht etwas beobachtet? Anwohner und Passanten, die zwischen 00:00 Uhr und 04:00 Uhr in der Innenstadt, in Biebrich oder am Gräselberg verdächtige Personen beobachtet haben, werden dringend gebeten, sich unter der Rufnummer 0611 / 345-0 bei der Wiesbadener Polizei zu melden.

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