Gäste-Bilanz

Starker US-Markt und Boom aus Fernost: So reiste die Welt 2025 nach Wiesbaden

Wiesbaden behauptet sich weiterhin als Top-Ziel für Reisende aus dem In- und Ausland. Trotz einer leichten Konsolidierung nach den Ausnahmejahren der Fußball-EM bleibt die Stadt deutlich über dem Vor-Corona-Niveau. Welche internationalen Märkte plötzlich zweistellige Zuwächse verzeichnen und welche Großevents im Kurhaus und RMCC die Massen in die Stadt lockten, zeigt die aktuelle Jahresstatistik.

Von: |Erschienen am: 29. April 2026 17:37|

Archivfotos

Wiesbaden hat das Tourismusjahr 2025 erfolgreich abgeschlossen. Mit insgesamt 561.487 Gästeankünften und über 1,32 Millionen Übernachtungen behauptet sich die Landeshauptstadt weiterhin als attraktive Destination.

Zwar verzeichnete die Statistik im Vergleich zum Vorjahr einen marginalen Rückgang (Ankünfte minus 2,8 Prozent, Übernachtungen minus 1,7 Prozent), doch blicken die Verantwortlichen positiv auf die Zahlen.

Hinninger lobt Tourismus-Niveau

Bürgermeisterin und Wirtschaftsdezernentin Christiane Hinninger (Bündnis 90/Die Grünen) ordnet die Ergebnisse ein: „Wiesbaden behauptet sich auch 2025 in einem anspruchsvollen Marktumfeld insgesamt sehr positiv. Mehr als 1,32 Millionen Übernachtungen zeigen, dass unsere Stadt national wie international gefragt ist.

Wiesbaden hatte bereits im Jahr 2023 an das Rekordjahr von 2019 vor Corona angeschlossen und dieses sogar mit einem Anstieg von 4,5 Prozent bei den Übernachtungen übertroffen. Die aktuellen Zahlen machen deutlich, dass wir nach den sehr starken Vorjahren 2023 und 2024 eine Konsolidierung auf hohem Niveau sehen.“

Stabil über dem Vor-Corona-Niveau

Im Gegensatz zum hessenweiten Trend, bei dem das Vor-Corona-Niveau von 2019 noch nicht wieder erreicht wurde (minus 3,7 Prozent), liegt Wiesbaden weiterhin 3,3 Prozent über seinem damaligen Rekordwert.

Während Hessen insgesamt einen Rückgang von 1,2 Prozent verbuchte, stabilisierten sich die Zahlen in der Landeshauptstadt nach dem außergewöhnlich starken EM-Jahr 2024 spürbar.

Dynamik auf dem internationalen Markt

Besonders spannend gestaltet sich der Blick auf die Herkunftsländer. Die USA bleiben mit rund 62.800 Übernachtungen der wichtigste Auslandsmarkt, auch wenn hier ein Rückgang zu verzeichnen war.

Im Gegenzug boomten andere Märkte: Großbritannien und Nordirland verzeichneten ein Plus von 55 Prozent, Indien legte um über 76 Prozent zu und Portugal sogar um knapp 85 Prozent.

Potentiale weiterentwickeln

Martin Michel, Geschäftsführer der Wiesbaden Congress & Marketing GmbH (WICM), erklärt hierzu: „Die Zahlen zeigen, dass vor allem das internationale Geschäft 2025 in Bewegung war und sich die Märkte sehr unterschiedlich entwickelt haben. Unser Ziel für das Jahr 2026 ist es, Wiesbaden weiterhin gezielt in den für uns relevanten Quellmärkten zu positionieren.

Wiesbaden profitiert dabei von seiner Positionierung als Stadt für Kultur, Gesundheit, Genuss und Tagungen. Es gilt, die vorhandenen Potenziale konsequent weiterzuentwickeln und das touristische Profil der Stadt nachhaltig zu schärfen.“

Kongresse und Events als Besuchermagnete

Ein wesentlicher Pfeiler des Erfolgs bleibt der Geschäftsreise- und Veranstaltungstourismus. Das RheinMain CongressCenter (RMCC) lockte mit Großveranstaltungen wie dem Deutschen Röntgenkongress (11.000 Teilnehmende) oder der Connichi-Messe (27.000 Gäste) enorme Besucherströme mit hohen Übernachtungszahlen an.

Auch das Kurhaus setzte mit Konzerten von Künstlern wie Nico Santos, Gianna Nannini oder Gregory Porter starke Akzente. Die Rheingauer Weinwoche sorgte zudem für einen besonders starken August, der bei den ausländischen Übernachtungen ein sattes Plus von knapp 10 Prozent in der Tourismusstatistik 2025 generierte.

Ausblick auf 2026

Um diesen Erfolg zu verstetigen, plant die WICM GmbH für das laufende Jahr eine weitere Intensivierung der Marketingaktivitäten.

Durch verstärkte Präsenz auf Fachmessen, internationale Roadshows und gezielte Kampagnen, oft in Kooperation mit Partnern wie der Stadt Frankfurt, soll Wiesbaden als vielseitige Destination für Kultur, Gesundheit und Tagungen weiter profiliert werden.

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