Verkehrsunglück
21-Jähriger verursacht alkoholisiert Crash in Breckenheim und tischt Polizei Unfall-Lüge auf
Ein 21-jähriger Autofahrer hat am frühen Samstagmorgen in Wiesbaden-Breckenheim einen Unfall verursacht und wollte der Polizei anschließend weismachen, er sei selbst das Opfer einer Unfallflucht. Doch Zeugen machten dem jungen Mann und seinem ausgedachten Plan einen Strich durch die Rechnung.
Symbolfoto
Der Dorfplatz im Wiesbadener Ortsteil Breckenheim wurde am Samstag, 24. April, um etwa 05:00 Uhr Schauplatz einer völlig missglückten Vertuschungsaktion. Ein 21 Jahre alter Mann verlor am Steuer seines Mitsubishi die Kontrolle über sein Fahrzeug und sorgte für erheblichen Sachschaden.
Poller-Kollision und riskante Weiterfahrt
Nach ersten Erkenntnissen kam der junge Wiesbadener von der Fahrbahn der „Neuen Schulstraße“ ab und rammte am Straßenrand gleich drei massive Metall-Poller und walzte diese um. Anstatt jedoch vorschriftsmäßig anzuhalten, stieg der Fahrer zunächst aus, begutachtete den Schaden an seinem Wagen und setzte seine Fahrt dann fort. Dabei überfuhr er die bereits beschädigten Hindernisse sogar wiederholt.
Sein stark beschädigtes Fahrzeug stellte er schließlich in der Alten Dorfstraße ab. Doch anstatt nach Hause zu gehen, entwickelte der 21-Jährige einen kühnen Plan. Er kehrte zu Fuß an die Unfallstelle zurück, um der inzwischen eingetroffenen Polizeistreife eine Lügengeschichte aufzutischen.
Die Masche mit der Opferrolle
Gegenüber den Beamten gab sich der junge Mann dreist als Opfer aus. Er behauptete, sein Wagen sei im Rahmen einer Verkehrsunfallflucht beschädigt worden. Die Polizisten ließen sich jedoch nicht täuschen: Dank mehrerer aufmerksamer Zeugen, die den tatsächlichen Hergang beobachtet hatten, konnte die Scharade des Fahrers noch vor Ort entlarvt werden.
Über zwei Promille im Blut
Der Grund für das riskante Fahrverhalten und die anschließende Flucht war schnell gefunden: Ein Atemalkoholtest bei dem 21-Jährigen ergab einen Wert von über zwei Promille. Die Beamten ordneten daraufhin eine Blutentnahme an und nahmen den Fahrer mit auf das 4. Polizeirevier in Bierstadt.
An dem Mitsubishi sowie an den drei städtischen Pollern entstand ein Sachschaden von mehreren Tausend Euro. Den jungen Mann erwartet nun ein umfangreiches Strafverfahren – nicht nur wegen der Trunkenheitsfahrt und des Unfalls, sondern auch wegen des Versuchs, die Beamten durch eine vorgetäuschte Straftat in die Irre zu führen.
Der Wiesbadener Verkehrsdienst hat die Ermittlungen übernommen und nimmt weitere Hinweise unter der Telefonnummer 0611 / 345-0 entgegen.
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