Gewalttat

Messerangriff im Statistischen Bundesamt in Wiesbaden: 31-Jährige schwerstverletzt

Am frühen Dienstagmorgen ereignete sich im Statistischen Bundesamt in Wiesbaden eine Gewalttat, die fassungslos macht. Ein 32-jähriger Mitarbeiter griff eine Kollegin mit einem Messer an und verletzte sie schwer. Der Täter flüchtete.

Von: |Erschienen am: 21. April 2026 12:07|

Symbolfoto

Eine unfassbare Tat spielte sich am Dienstagmorgen, 21. April, im Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden. Um kurz nach 06:40 Uhr wurde die Polizei zu einem blutigen Zwischenfall in den Büroräumen der Bundesbehörde am Gustav-Stresemann-Ring gerufen. Inmitten des morgendlichen Arbeitsbeginns kam es zu einer brutalen Attacke.

Schwere Messerattacke am Schreibtisch

Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen griff ein 32-jähriger Angestellter eine 31-jährige Kollegin unvermittelt mit einem Messer an. Die Frau erlitt dabei schwerste Verletzungen. Nach einer sofortigen medizinischen Erstversorgung durch einen Notarzt und Rettungssanitäter vor Ort wurde sie in eine Wiesbadener Klinik eingeliefert. Ihr Zustand wird als kritisch beschrieben, die Ärzte kämpfen um ihre Stabilisierung, wie ein Polizeisprecher mitteilte.

Schock unter den Mitarbeitenden – Staatsanwaltschaft ermittelt

Das Entsetzen unter den Kollegen im Statistischen Bundesamt sitzt tief. Einige von ihnen wurden Zeugen der polizeilichen Maßnahmen oder erfuhren unmittelbar nach Dienstbeginn von der Tat.

Die Staatsanwaltschaft Wiesbaden hat umgehend ein Ermittlungsverfahren wegen versuchten Totschlags eingeleitet. Die Spurensicherung war bis in den Vormittag hinein in der Behörde tätig, um den genauen Tathergang zu rekonstruieren.

Privates Verhältnis als mögliches Motiv?

Die Hintergründe der Tat sind derzeit Gegenstand intensiver Nachforschungen. Sicher ist, dass das Opfer und der Täter nicht nur Arbeitskollegen waren. Die Polizei Wiesbaden prüft derzeit Hinweise, wonach zwischen den beiden Personen ein enges privates Verhältnis bestanden haben könnte. Ob eine zerbrochene oder komplizierte Beziehung das Motiv für die Tat war, wird derzeit noch ermittelt.

Tragischer Ausgang in Idstein

Der 32-jährige Tatverdächtige flüchtete unmittelbar nach dem Angriff vom Tatort. Kurze Zeit später erreichte die Ermittler die Nachricht aus Idstein: Dort hatte sich der Mann das Leben genommen. Die Polizei weist in diesem Zusammenhang behutsam darauf hin, dass die Ermittlungen gegen den Täter damit strafrechtlich zum Erliegen kommen, die Aufklärung der Hintergründe zum Schutz und zur Gewissheit für das Opfer jedoch fortgesetzt wird.

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