Feuerwehr

Einsatz-Marathon in Wiesbaden: Von der Baugerüst-Rettung bis zum Notruf aus Schottland

Dramatisch, komplex und international. Der Sonntagvormittag forderte die Wiesbadener Einsatzkräfte an allen Fronten. Während die Feuerwehr Personen aus Waldgebieten und von Baugerüsten rettete, leistete die Zentrale Leitstelle Amtshilfe über Landesgrenzen hinweg und dirigierte Rettungskräfte bis in den hohen Norden Schottlands.

Von: |Erschienen am: 19. April 2026 13:50|

Symbolfoto

Wenn der Melder kaum noch stillsteht, ist höchste Professionalität gefragt. Die Wiesbadener Feuerwehr und der Rettungsdienst mussten am Sonntag, 19. April, eine ganze Serie von teils hochkomplexen Einsätzen gleichzeitig abarbeiten. Dabei zeigte sich, die Hilfe der Wiesbadener Profis macht selbst vor Landesgrenzen nicht halt.

Rettung in schwindelnder Höhe und im Unterholz

Einer der ersten Einsätze führte die Rettungskräfte in den Wiesbadener Stadtteil Biebrich. Dort befand sich eine Person auf einem Baugerüst in einer akuten Notlage. In einer präzisen Abstimmung zwischen Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei konnte die Person gesichert und sicher zu Boden gebracht werden.

Nahezu zeitgleich erreichte die Leitstelle ein Notruf aus einem Waldgebiet am Hupfeldweg an der B417 unterhalb der Platte. Ein herabfallender Ast hatte dort eine Person verletzt. Da das Gelände für herkömmliche Rettungswagen unzugänglich war, musste die Feuerwehr technische Unterstützung leisten. Die Einsatzkräfte bahnten sich einen Weg durch das Unterholz, um den Patienten zum bereitstehenden Rettungswagen zu transportieren.

Kurioser Notruf – Wiesbadener Leitstelle hilft in Schottland

Für Erstaunen in der Leitstelle sorgte ein außergewöhnlicher Anruf mit internationaler Tragweite. Eine Frau aus Wiesbaden wählte den Notruf, um einen medizinischen Notfall in Schottland zu melden, da sie vor Ort keine Hilfe erreichen konnte.

Die Wiesbadener Disponenten zögerten nicht und starteten eine grenzübergreifende Rettungsaktion. Über die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) und das Auswärtige Amt wurde der Kontakt zu den britischen Behörden hergestellt. Dank der schnellen Vermittlung aus Hessen konnte die medizinische Versorgung in den Highlands rechtzeitig eingeleitet werden.

Heimrauchmelder verhindern Schlimmeres

Zusätzlich zu diesen komplexen Lagen meldeten sich im weiteren Verlauf des Vormittags mehrfach Heimrauchmelder im Stadtgebiet. Zweimal rückten die Löschzüge aus, da besorgte Nachbarn Brandgeruch im Treppenhaus wahrgenommen hatten.

In beiden Fällen war die Ursache jedoch schnell gefunden, es handelte sich um angebranntes Essen auf dem Herd. Dank der aufmerksamen Melder blieb es bei geringem Sachschaden, und alle Beteiligten kamen mit dem Schrecken davon.

Eine Brandmeldeanlage, die ebenfalls am Vormittag ausgelöst hatte, stellte sich als Fehlalarm heraus.

Die Feuerwehr Wiesbaden und der Rettungsdienst waren mit zahlreichen Fahrzeugen beider Berufsfeuerwehrwachen sowie Kräften der Rettungsdienste über Stunden im Dauereinsatz.

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