Wallauer Spange

Bahn-Projekt: OB drängt auf schnellen Neustart des Verfahrens

Die Deutsche Bahn hat ihre überarbeiteten Unterlagen für die Wallauer Spange eingereicht. Dies ist ein Schritt, der für Wiesbaden und die Region entscheidend ist. Warum Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende nun auf Tempo drängt und welche Erwartungen an das Verfahren geknüpft sind, zeigt ein Blick auf die aktuelle Lage.

Von: |Erschienen am: 10. April 2026 15:01|

Foto: Webseite DB-Netz-AG

Die Deutsche Bahn hat die aktualisierten und inhaltlich angepassten Unterlagen zum Planfeststellungsverfahren für die Wallauer Spange beim Eisenbahn-Bundesamt zur Prüfung vorgelegt. Damit startet das Genehmigungsverfahren erneut.

Wiesbadens Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende (SPD) begrüßt diesen Schritt und mahnt zugleich ein schnelles Verfahren an. Kritik an dem Stop des ersten Planfeststellungsverfahrens gab es in den vergangenen Wochen aus allen politischen Lagern. So kritisierten CDU und FDP die fehlende Finanzierungszusagen des Bundes trotz Sondervermögen.

Reaktion auf den Baustopp

„Die Deutsche Bahn hat in dieser Woche überarbeitete Planfeststellungsunterlagen für den Bau der ‚Wallauer Spange‘ eingereicht. Damit beginnt nun das Genehmigungsverfahren erneut“, erklärte Mende.

Der im Januar verhängte Baustopp sei „eine bittere Enttäuschung und ein herber Rückschlag für die Landeshauptstadt und die gesamte Rhein-Main-Region“.

Bedeutung für die Region

Das rund vier Kilometer lange Schienenprojekt Wallauer Spange soll Wiesbaden besser an den Frankfurter Flughafen anbinden. Die Fahrzeit zwischen dem Wiesbadener Hauptbahnhof und dem Fernbahnhof am Flughafen könnte sich auf etwa 16 Minuten verkürzen.

Wiesbadens Verkehrsdezernent Kowol (Bündnis 90/Die Grünen) erläuterte noch einmal die Bedeutung des Vorhabens für die Stadt Wiesbaden.

Die Stadt sieht darin einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der regionalen Mobilität. Zuletzt hatten Wiesbaden, Hofheim und Hochheim gemeinsam den Druck auf den Bund und DB Infra GO erhöht.

Nächste Schritte im Verfahren

Die Offenlage der Unterlagen durch das Eisenbahn-Bundesamt wird voraussichtlich Mitte des Jahres erwartet. „Wir hoffen auf ein zügiges Vorgehen, so dass das ein Beschluss zum Planfeststellungsverfahren dann im kommenden Jahr erfolgen kann und erwarten, dass auch eine verlässliche Finanzierung des 183-Millionen-Projekts durch den Bund erfolgen wird“, so Gert-Uwe Mende abschließend.

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