Stadtleben

Mitreden erwünscht: Biebrich gestaltet sich neu

Wie soll Wiesbadadens Stadtteil Biebrich morgen aussehen und wer entscheidet das eigentlich? Am kommenden Freitag öffnet ein besonderer Aktionstag die Türen für alle, die ihren Stadtteil aktiv mitgestalten wollen. Zwischen Austausch, Aktionen und neuen Impulsen entsteht ein Raum, in dem Stimmen aus der Nachbarschaft mehr bewegen können, als man denkt.

Von: |Erschienen am: 19. April 2026 16:30|

Foto: Stadt Wiesbaden

Die Landeshauptstadt Wiesbaden lädt am Freitag, 24. April von 15:00 bis 18:00 Uhr in die Robert-Krekel-Anlage nach Biebrich ein. Dort erhalten Bürger die Möglichkeit, sich über die Entwicklung von Biebrich-Mitte zu informieren, Angebote aus dem Stadtteil kennenzulernen und eigene Ideen für die geplante Neugestaltung der Grünanlage einzubringen. Sollte das Wetter nicht mitspielen, wird die Veranstaltung in den Bürgersaal der Galatea-Anlage verlegt.

Bundesweiter Aktionstag

Der Termin ist Teil des deutschlandweiten Tags der Städtebauförderung, der offiziell am 9. Mai begangen wird. An diesem Tag öffnen zahlreiche Kommunen ihre Projekte für die Öffentlichkeit und geben Einblicke in Maßnahmen, die Stadtteile stärken und lebenswerter machen sollen.

Programm für alle Generationen

In Biebrich erwartet die Besucher ein vielfältiges Angebot. Mitmachaktionen für Kinder und Erwachsene, Informationsstände lokaler Initiativen sowie Gespräche mit Akteuren aus dem Stadtteil sollen den Austausch fördern. Für eine entspannte Atmosphäre sorgt der Sommerbarbetrieb vor Ort.

Neugestaltung der Robert-Krekel-Anlage

Ein zentrales Thema des Aktionstags ist die geplante Umgestaltung der Robert-Krekel-Anlage. Die Grünfläche im Herzen Biebrichs soll im Rahmen des Städtebauförderprogramms unter Leitung des Grünflächenamtes neu konzipiert werden.

Ziel ist es, die Aufenthaltsqualität zu erhöhen, den Ort als Treffpunkt für alle Generationen zu stärken und Aspekte wie Klimaanpassung und Biodiversität stärker zu berücksichtigen.

Beteiligung der Bürgerschaft

Vor Ort können Interessenten konkrete Anregungen zur zukünftigen Gestaltung einbringen, etwa zu Ausstattung, Bewegungsangeboten oder Bereichen für unterschiedliche Altersgruppen.

Die gesammelten Vorschläge fließen in den Planungsentwurf ein, der ab Herbst den zuständigen Gremien zur Beratung vorgelegt wird. Ein mobiler Informationsstand des städtischen Beauftragten für Engagement informiert zudem über Möglichkeiten, sich in Wiesbaden einzubringen.

Hintergrund zur Städtebauförderung

Die Städtebauförderung ist ein gemeinsames Instrument von Bund und Ländern. Mit Finanzhilfen des Bundes, Mitteln der Länder und kommunalen Eigenanteilen werden Projekte unterstützt, die Innenstädte und Ortszentren stärken, nachhaltige Strukturen schaffen und soziale Herausforderungen vor Ort verbessern.

In Hessen laufen die Programme in der Regel über etwa zehn Jahre. Ziel ist es, Lebens-, Wohn- und Arbeitsbedingungen zu verbessern und die Beteiligung der Bevölkerung zu fördern.

Aktive Programme in Wiesbaden

In Wiesbaden sind derzeit mehrere Fördergebiete aktiv, darunter „Lebendige Zentren Wiesbaden Innenstadt-West“, „Sozialer Zusammenhalt Wiesbaden Biebrich-Mitte“, „Wachstum und nachhaltige Erneuerung Wiesbaden Innenstadt und Süd (Stadtgrün Wiesbaden)“ sowie „Wachstum und nachhaltige Erneuerung Wiesbaden Kastel-West“.

Die Programme setzen unterschiedliche Schwerpunkte und tragen zur langfristigen Entwicklung der Stadtteile bei.

Kooperation verschiedener Stellen

Die Veranstaltung in der Robert-Krekel-Anlage in Wiesbaden-Biebrich wird gemeinsam vom Quartiersmanagement des Internationalen Bundes Südwest gGmbH, dem Grünflächenamt, dem Beauftragten für Engagement sowie dem Amt für Soziale Arbeit organisiert.

Fragen beantwortet die Abteilung Wohnen im Amt für Soziale Arbeit unter wohnen@wiesbaden.de.

Weitere Informationen

Zusätzliche Hinweise und Hintergründe zur Städtebauförderung stehen online unter www.wiesbaden.de/vv/oe/06/51/wohnen/staedtebaufoerderung/Staedtebaufoerderung sowie unter www.tag-der-staedtebaufoerderung.de zur Verfügung.

Der Flyer zur Veranstaltung steht hier zum Download zur Verfügung.

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