Umbau

Freibad Maaraue bleibt 2026 geschlossen – Generalsanierung bringt traditionsreiches Bad auf modernen Stand

Schlechte Nachrichten für Sonnenanbeter und Wasserratten. Das Freibad Maaraue in Mainz-Kostheim wird in der Saison 2026 nicht öffnen. Der Wiesbadener Bäderbetrieb mattiaqua unterzieht das denkmalgeschützte Bad einer Generalsanierung. Dafür dürfen sich Besucher 2027 auf Edelstahlbecken, einen Spraypark und einen spektakulären "Dom-Blick“ direkt aus dem Wasser freuen.

Von: |Erschienen am: 7. April 2026 10:06|

Archivfoto

Es ist eines der am schönsten gelegenen Freibäder der Region, doch der Zahn der Zeit hat kräftig an der Substanz genagt. Wie der städtische Bäderbetreiber mattiaqua nun offiziell bestätigt, bleibt das Freibad Maaraue in Kostheim für die gesamte Saison 2026 geschlossen. Nach fast 60 Jahren Dauerbetrieb – das Bad wurde 1965 eröffnet – ist eine umfassende technische und bauliche Erneuerung unumgänglich geworden.

Erhebliche Mängel nach 60 Jahren Betrieb

Das unter Denkmalschutz stehende Freibad wies zuletzt erhebliche Mängel in der Infrastruktur auf. Ursprünglich sollten die Bagger bereits 2025 rollen, doch Verzögerungen in der Planung führten dazu, dass die Hauptarbeiten nun im Jahr 2026 stattfinden. Laut mattiaqua ist der Abriss der alten Beckenbereiche bereits erfolgt. Die Generalsanierung umfasst dabei fast alle Kernbereiche: von den Beckenkörpern über die gesamte Elektrotechnik bis hin zu den angrenzenden Grünflächen.

Modernste Technik und Edelstahl-Becken

Die auffälligste Neuerung für die Schwimmer: Die alten Betonbecken gehören der Vergangenheit an. Sie werden durch langlebige, hygienische Edelstahl-Auskleidungen ersetzt. Doch auch unter der Erde tut sich viel. Die komplette Badewasseraufbereitung wird auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Das Ziel, ein deutlich geringerer Verbrauch von Wasser, Strom und Chemikalien, was das Bad fit für eine nachhaltige Zukunft macht.

Spaß und Action für Kids

Besonders Familien dürfen sich auf die Wiedereröffnung im Jahr 2027 freuen. Das bisherige Nichtschwimmerbecken wird komplett umgestaltet und um einen modernen Spraypark erweitert. Diese wasserbasierten Spielplätze liegen voll im Trend und bieten Kindern sicheren Wasserspaß mit Düsen, Fontänen und interaktiven Elementen.

Der „Mainzer Dom-Blick“ aus dem Wasser

Ein architektonisches Highlight der Sanierung ist die Anhebung des Wasserspiegels. Durch eine neue Konstruktion der Beckenköpfe wird das Wasser künftig fast bündig mit dem Beckenrand abschließen. Der Clou: Schwimmer haben dann beim Bahnenziehen eine freie Sicht über den Rhein bis nach Mainz. Der Blick auf den Mainzer Dom wird so zu einem festen Bestandteil des Badeerlebnisses auf der Maaraue.

Finanzierung – Land Hessen hilft mit einer Million Euro

Die Kosten für das Mammutprojekt sind mit rund 6,8 Millionen Euro veranschlagt. Da das Freibad Maaraue eine wichtige soziale und sportliche Funktion für die AKK-Stadtteile und Wiesbaden erfüllt, greift das Land Hessen dem Bäderbetrieb unter die Arme. Eine Million Euro fließen aus dem Förderprogramm „Swim Plus“ in die Sanierung.

Wo können Badegäste 2026 ausweichen?

Durch den Wegfall der Maaraue im Jahr 2026 wird es in den verbleibenden Wiesbadener Bädern eng. Mattiaqua empfiehlt den Badegästen, auf das Opelbad auf dem Neroberg, das Kallebad im Rheingauviertel oder das Freibad Kleinfeldchen auszuweichen. Auch das Thermalbad Aukammtal steht als Alternative zur Verfügung, wenngleich das typische „Maaraue-Feeling“ auf der grünen Insel im Rhein schmerzlich vermisst werden dürfte.

Die Wiedereröffnung ist fest für den Start der Freibadsaison 2027 geplant.

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