Wiesbadener Osterfeuerfest am Samstag, 4. April 2026

Tanzende Flammen, knisterndes Holz und hunderte Blicke die magisch in die gelb-rote Glut gerichtet waren. Am Samstagabend verwandelte sich der Wiesbadener Kulturpark in ein leuchtendes Meer aus Emotionen, Streetfood und purer Lebensfreude. Bereits ab 18:00 Uhr herrschte bei milden Frühlingstemperaturen ein buntes Treiben auf dem Gelände. Zwischen Hüpfburgen, der rasanten Rollenrutsche und dem mutigen Schwindel im Aerotrim gab es für die Kids kein Halten mehr. Auch der historische ESWE-Museumsbus war wieder ein Publikumsmagnet und lud zu einer nostalgischen Zeitreise durch den Wiesbadener Nahverkehr ein. Während der Nachwuchs beschäftigt war, genossen die Erwachsenen den entspannten Mix aus Familien-Picknick und Festival-Vibe. Ein DJ lieferte dazu den passenden Soundtrack, der sich perfekt mit dem Duft von frischen Leckereien aus den zahlreichen Foodtrucks vermischte. „Es ist diese friedliche Stimmung, die ich hier so liebe“, erzählte ein Besucher mit einer Portion Pommes in der Hand. „Man trifft Freunde, die Kinder sind glücklich und man kann einfach mal abschalten.“ Doch so perfekt die Rahmenbedingungen auch waren, beim Herzstück des Abends mussten die Besucher in diesem Jahr Abstriche machen. Als die Dämmerung einsetzte und alle gespannt auf die lodernden Flammen warteten, blieb das große Spektakel aus. Das große Osterfeuer entpuppte sich eher als “Feuerchen“. Während in den vergangenen Jahren gewaltige Flammen in den Nachthimmel züngelten, wollte der Funke diesmal nicht so recht überspringen. Lediglich das kleinere Geäst im Inneren verbrannte, die großen, aufgeschichteten Baumstämme fingen kaum Feuer. Da so ein bisschen die Stimmung fehlte, leerte sich der Bereich rund um die Feuerstelle trotz der milden Temperaturen deutlich schneller als sonst. Enttäuscht war auch  Marc Hoffmann: „Schade, dass das Feuer so klein ist. Irgendwie hat es nicht durchgezündet.“  Viele kleine und große Besucher zeigten sich enttäuscht, dass die imposante Optik früherer Jahre diesmal ausblieb – trotzdem blieb die Grundstimmung positiv. Das Fest am Schlachthof bewies auch in der Schmalspur-Variante, dass es eines der sympathischsten Events Wiesbadens ist. Die Mischung aus geselligen Miteinander und entspannter Kulturpark-Atmosphäre funktionierte auch ohne Riesenflammen. Am Ende des Abends blieb die Erkenntnis: Der Frühling ist da, die Stimmung war top – nur für das nächste Jahr hoffen die Wiesbadener wieder auf ein Feuer, das seinem Namen auch wirklich alle Ehre macht.

05.04.2026 14:20
Bildquelle: Daniel Becker
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