Auseinandersetzung
Familienstreit eskaliert – 31-Jähriger bedroht Rettungskräfte mit Messer
Ein Familienstreit in Wiesbaden ist am späten Freitagabend völlig aus dem Ruder gelaufen. Nach einer Auseinandersetzung zwischen Vater und Sohn wurden unbeteiligte Zeugen angegriffen und schließlich sogar Rettungskräfte mit einem Messer bedroht. Für den 31-jährigen Haupttäter endete die Nacht in der Justizvollzugsanstalt.
Symbolfoto
Szenen wie aus einem Krimi spielten sich gegen 22:30 Uhr am Freitag, 27. März, in der Wiesbadener Bleichstraße ab. Was zunächst als verbaler Streit zwischen einem 56 Jahre alten Mann und seinem 31-jährigen Sohn begann, entwickelte sich innerhalb kürzester Zeit zu einer gefährlichen Bedrohungslage für Passanten und Einsatzkräfte.
Familienzwist führt zu Sachschaden und Angriff auf Zeugen
Während des heftigen Streits zwischen den beiden Männern ging zunächst eine Schaufensterscheibe zu Bruch. Ein unbeteiligter Zeuge, der die Sachbeschädigung beobachtete und die Männer zur Rede stellen wollte, wurde daraufhin sofort von Vater und Sohn angegriffen. Der Zeuge wusste sich jedoch zu helfen. Er setzte Pfefferspray zur Selbstverteidigung ein, um die Angreifer auf Distanz zu halten.
Messer-Attacke während der medizinischen Erstversorgung
Da Vater und Sohn durch das Reizgas Augenreizungen erlitten hatten und behandlungsbedürftig waren, forderten die bereits eingetroffenen Polizeikräfte den Rettungsdienst an. Doch statt dankbar für die Hilfe zu sein, eskalierte die Situation erneut. Während die Sanitäter den 31-Jährigen versorgten, zog dieser plötzlich ein feststehendes Messer aus seiner Jackentasche und ging damit drohend auf die Rettungskräfte zu.
Nur durch das schnelle und beherzte Eingreifen der Sanitäter sowie der anwesenden Polizeibeamten konnte der Mann überwältigt und entwaffnet werden. Glücklicherweise blieben sowohl die Rettungskräfte als auch der Angreifer bei dem Zugriff unverletzt.
Blutentnahme und Gefängnis
Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Wiesbaden wurde bei beiden Männern auf dem Polizeirevier eine Blutentnahme durchgeführt, um eine mögliche Beeinflussung durch Alkohol oder Drogen festzustellen.
Für den Sohn hatte die Tat besonders schwere Konsequenzen. Bei der Überprüfung seiner Personalien stellten die Beamten fest, dass gegen den 31-Jährigen bereits ein Haftbefehl vorlag. Er wurde noch am Samstag in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.
Kriminalpolizei sucht weitere Zeugen
Die Wiesbadener Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet Personen, die den Vorfall in der Bleichstraße beobachtet haben, sich zu melden. Insbesondere Zeugen der ursprünglichen Auseinandersetzung oder des Angriffs auf den Passanten sind für die Beamten von Bedeutung.
Hinweise nimmt die Polizei unter der Telefonnummer 0611 / 345-0 entgegen.
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