ÖPNV-Planung

Zukunft des Busverkehrs: Stadt setzt auf langfristige Lösung

Wiesbaden stellt die Weichen für die Zukunft des städtischen Busverkehrs. Mit der angekündigten Direktvergabe an ESWE Verkehr rückt ein entscheidender Schritt näher, der sowohl für Fahrgäste als auch für Beschäftigte große Bedeutung hat. Welche Leistungen umfasst der Auftrag und was bedeutet das für die kommenden Jahre?

Von: |Erschienen am: 19. März 2026 15:09|

Archivfoto

Die Landeshauptstadt Wiesbaden treibt die geplante Direktvergabe des städtischen Linienbusverkehrs weiter voran.

Am Dienstag, 17. März, wurde offiziell bekanntgegeben, dass die Leistungen über einen Öffentlichen Dienstleistungsauftrag (ÖDA) an die ESWE Verkehrsgesellschaft vergeben werden sollen.

Umfang der geplanten Vergabe

Die Direktvergabe umfasst sämtliche Leistungen des städtischen Linienbusverkehrs sowie zahlreiche übergreifende Buslinien. Auch der bedarfsgesteuerte On‑Demand‑Verkehr, der sogenannte Linienbedarfsverkehr, ist Bestandteil des Auftrags.

Verkehrsdezernent Andreas Kowol (Bündnis 90/Die Grünen) betont die Bedeutung des Schritts: „Heute gehen wir den nächsten Schritt zur Direktvergabe. Mit dem Öffentlichen Dienstleistungsauftrag schaffen wir Planungssicherheit sowohl für die Mitarbeitenden bei ESWE Verkehr als auch für die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt, die sich auch in Zukunft auf einen starken und zukunftsfähigen ÖPNV verlassen können.“

Leistungsumfang und Laufzeit

Nach aktuellem Planungsstand sollen ab Beginn der Vertragslaufzeit jährlich rund 12,8 Millionen Fahrplankilometer im Linienbusverkehr sowie etwa 1,1 Millionen Leistungskilometer im Linienbedarfsverkehr erbracht werden.

Langfristige Vergabe

Die Wiesbadener Stadtverordnetenversammlung hatte bereits am 3. Juli 2025 beschlossen, die ÖPNV‑Leistungen ab dem 1. Oktober 2027 für 15 Jahre direkt an ESWE Verkehr zu vergeben. Damit wären sowohl die Arbeitsplätze im Unternehmen als auch die langfristige Sicherstellung des Nahverkehrsangebots bis zum 30. September 2042 gewährleistet.

Mit der Bekanntgabe des ÖDA geht das Verfahren nun in die nächste Phase. Dies soll ein weiterer Schritt hin zu einem stabilen und verlässlichen Busverkehr für Wiesbaden sein.

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