Kommunalwahlen 2026
Frauenstein hat gewählt: CDU bleibt stärkste Kraft – Wahlbeteiligung auf Rekordniveau
In Wiesbaden-Frauenstein herrscht nach der Ortsbeiratswahl 2026 politische Klarheit. Das amtliche Endergebnis bestätigt die CDU als führende Kraft im idyllischen Weinort. Besonders bemerkenswert, die Frauensteiner zeigten ein enormes demokratisches Engagement und sorgten für eine der höchsten Wahlbeteiligungen im gesamten Stadtgebiet.
Foto: WA, Grafik: Amt für Statistik und Stadtforschung
Das amtliche Endergebnis für den Ortsbezirk Frauenstein liegt seit Dienstagnachmittag, 17. März, vor. In dem traditionsbewussten Stadtteil im Wiesbadener Westen setzten die Wählerinnen und Wähler auf Kontinuität, sorgten aber gleichzeitig für ein deutliches Ausrufezeichen an der Wahlurne.
CDU behauptet die Spitze
Die CDU konnte sich in Frauenstein erneut als stärkste politische Kraft behaupten. Mit 48,4 % (3.906 Kandidaten-Stimmen) landete die Union nur knapp unter der absoluten Mehrheit. Die SPD folgt als zweitstärkste Kraft mit 43,6 % (3.516 Stimmen). Die FDP sicherte sich mit 8,0 % (642 Stimmen) den Einzug in das Gremium.
Insgesamt wurden in Frauenstein 8.064 gültige Einzelstimmen vergeben. Nur 50 Stimmzettel (4,1 %) wurden als ungültig gewertet, was für die hohe Sorgfalt der Wähler beim Kumulieren und Panaschieren spricht.
Sensationelle Wahlbeteiligung
Ein echtes Highlight der Wahl in Frauenstein ist die Mobilisierung der Bürger: Die Wahlbeteiligung liegt bei beeindruckenden 66,8 %. Von den 1.838 Wahlberechtigten machten 1.228 Personen von ihrem Stimmrecht Gebrauch. Damit liegt Frauenstein weit über dem Wiesbadener Durchschnitt und unterstreicht die enge Verbundenheit der Einwohner mit ihrer lokalen Politik.
Die neue Sitzverteilung – 3-3-1 Konstellation
Im Frauensteiner Ortsbeirat wurden insgesamt 7 Sitze vergeben. Das Wahlergebnis führt zu einer interessanten Machtdynamik am Ratstisch:
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CDU: 3 Sitze
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SPD: 3 Sitze
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FDP: 1 Sitz
Mit jeweils drei Sitzen für CDU und SPD herrscht zwischen den beiden großen Fraktionen ein Patt. Damit rückt die FDP mit ihrem einen Sitz in die Rolle des „Züngleins an der Waage“. Für künftige Entscheidungen – etwa zur touristischen Infrastruktur, dem Erhalt der Weinbaulandschaft oder lokalen Verkehrsthemen – werden Kooperationen und sachorientierte Kompromisse notwendig sein.
Ausblick für den Weinort
Der neue Ortsbeirat steht vor wichtigen Aufgaben. Neben der Bewahrung des dörflichen Charakters und der Förderung des Weinbaus wird es in den kommenden fünf Jahren vor allem um die Stärkung der lokalen Infrastruktur und des Vereinslebens gehen. Durch die ausgeglichene Sitzverteilung ist ein hohes Maß an parteiübergreifender Zusammenarbeit gefragt.


| Wahlberechtigte | 1.838 | |
| Wähler/-innen | 1.228 | 66,8 % |
| Ungültige Stimmzettel | 50 | 4,1 % |
| Gültige Stimmen | 8.064 |
Gewählte Kandidat/innen
| Partei | Kandidat/in | Mandat | Stimmen |
|---|---|---|---|
| CDU | Ott, Sebastian | Personenwahl | 1.082 |
| CDU | Domes, Nicholas | Personenwahl | 703 |
| CDU | Grüttner, Simon | Personenwahl | 669 |
| SPD | Alikhani, Farsin | Personenwahl | 672 |
| SPD | Schneider, Florian | Personenwahl | 625 |
| SPD | Weber, Harald | Personenwahl | 612 |
| FDP | Dr. Jacobs, Tim | Personenwahl | 204 |
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